Du hast gerade eine Trennung hinter Dir? Und willst nun gerne wissen, wie
lange der Liebeskummer wohl anhalten wird? Wie lange die durchschnittliche
Trennungsschmerz Dauer ist?

Wie lange ist normal in diesem Zusammenhang? Dieser Frage bin auch ich
intensiv nachgegangen. Aus persönlichem Interesse, wie Du Dir vermutlich
vorstellen kannst. Dabei habe ich so einiges gelernt. Und dieses Wissen
möchte ich nun gerne an Dich weitergeben!

Deshalb zeige ich Dir hier:

1) die Dauer und Formel des Liebeskummers

2) Warum es normal ist, wenn es mal länger dauert

3) Und was ich Dir als Fazit noch sagen möchte.


Trennungsschmerz – wie lange ist normal? – Dauer und Formel

Fakt ist: Eine feste Regel, wie lange der Trennungsschmerz konkret dauern
sollte, die gibt es nicht. Weil jede Situation nun mal anders ist! Weil man
stets von den eigenen Umständen ausgehen sollte.

Aber: Man kann sich grob orientieren! An bestimmten Faktoren und
Erfahrungswerten nämlich. Denn: Es gibt immer 3 Phasen des Liebeskummers.
Und unter normalen Umständen ergibt sich folgende Dauer.

Phase 1 – der Schock 3 bis 7 Tage
Phase 2 – Liebeskummer wird gefühlt immer schlimmer 14 Tage
Phase 3 – Liebeskummer lässt immer mehr nach Ca. 1 Monat

Unter normalen Umständen dauert Liebeskummer also ca. 1 Monat und 21 Tage.
Dies ist jedoch ein grober Schätzwert. Denn wie gesagt: Bei jedem ist die
Situation ein wenig anders!

Warum ist es normal, dass es auch länger dauert?

Lasse mich an den vorherigen Gedanken direkt anknüpfen. Ich habe ja bereits
erwähnt, dass jede Liebeskummer Situation einzigartig ist. Dass
verschiedene Faktoren mit hinein spielen.

Faktoren wie etwa Länge der Beziehung und die Umstände der Trennung. So
dauert der Liebeskummer beispielsweise länger, wenn wir von dem oder der Ex
verlassen wurden. Oder wenn die Beziehung sehr lange ging und recht innig
war.

Darüber hinaus hat jeder von uns bestimmte Ängste und Befürchtungen. Die
treten nicht immer bewusst zutage. Erst in bestimmten, für uns sehr
schweren Situationen. Doch verstärken diese Ängste den Liebeskummer nur
noch. Und können ihn verlängern.

Ich möchte im Folgenden auf einige wichtige Situationen in diesem
Zusammenhang eingehen:


– Wir fühlen uns nicht gut genug und brauchen die Liebe ,um diesen
Mangel zu ergänzen

Gerade nach der Trennung ist dies leider sehr häufig zu beobachten. Vor
allem dann, wenn wir von dem Anderen verlassen wurden. Wir fühlen uns
zurück gestoßen. Fragen uns, warum wir nicht gut genug für den Anderen
waren. Was wir hätten besser machen können…. Und so weiter.

Wir leiden. Fühlen uns mehr oder weniger wertlos. Und wir verspüren diese
innere Leere. Diese Leere soll nun durch eine neue Liebe ausgefüllt werden.
Damit eben dieses scheußliche Gefühl vergeht…

Die Folge:
Solange wir nicht Selbstliebe lernen, werden wir Kummer haben. Unbewusst
denken wir: Wir selbst können diese innere Leere nicht füllen. Das kann nur
eine dritte Person. Das geht nur von außen.

Doch lernen wir auf diese Weise NICHT, uns selbst anzunehmen. Im Gegenteil:
Wir haben das Gefühl, nur dann jemand zu sein, wenn die Bestätigung von
außen (in diesem Fall der oder die Ex) kommt. Das verlängert den
Liebeskummer nur noch.

Tipps:
An Selbstliebe arbeiten! Sich den eigenen Wert klar machen. Denn JEDER von
uns hat diese besonderen Eigenschaften und Talente. Keiner ist mehr wert
als der Andere!

– Wir projizieren ein Idealbild!

Wir verklären die alte Beziehung im Nachhinein. Genauso wie den oder die
Ex. Die wahren Umstände werden dabei ausgeblendet. Gar nicht gesehen.

Die Folge:
Die Sehnsucht nach dem Idealpartner haben wir immer. Wir projizieren
bestimmte Wünsche und Hoffnungen sowie Vorstellungen auf diesen Mr, auf
diese Mrs X. Der oder die ist jedoch (noch) nicht da.

Aus Gewohnheit denken wir nun häufig an den oder die Ex zurück. Blenden
dabei alles aus, was in der alten Beziehung schlecht gelaufen ist. Jene
Momente, in denen wir uns alles andere als gut gefühlt haben.

Die Folge davon: Es kommt zu einer erheblichen Realitätsverzerrung. Wäre
alles nämlich so ideal gewesen, wie uns das unser Gehirn suggeriert: Dann
wären wir sehr wohl noch in dieser Beziehung. Und rundum glücklich.

Tipps:
Projektion hinterfragen! Das dauert vielleicht ein wenig, bis man sich
diese Frage stellen kann. Sie auch offen und ehrlich beantwortet. Der erste
Schritt ist es deshalb, sich dieser Möglichkeit bewusst zu sein.

– Wir suchen die Liebe der Eltern

Unsere Eltern lieben uns bedingungslos. Sie nehmen uns so, wie wir sind.
Einfach, weil wir deren Kinder sind.

Diese Liebe ist die erste, die wir in unserem Leben erfahren. Sie prägt
uns. Und sie weckt in uns eine Sehnsucht, eine solche reine Liebe auch in
der Beziehung zu finden.

Die Folge:
Wir sind nun ständig auf der Suche nach einer solchen Liebe. Doch ist die
Liebe in einer Beziehung nun mal anders als jene zwischen Eltern und Kind.

Die partnerschaftliche Liebe hat die Hoffnung innewohnend, dass wir als
Person ergänzt werden. Dass unser Leben durch diese Person an unserer Seite
vervollständigt wird. Ganz zu schweigen von der sexuellen Komponente.

Die Elternliebe kann also dort nicht gestillt werden. Und es wäre falsch,
Dinge von dem Partner, der Partnerin zu verlangen, die unser Vater , unsere
Mutter uns nicht geben konnten.

Tipps:
Reflektieren und mit Eltern reden. Sich bewusst werden: Fehlte mir etwas in
meinem Elternhaus? Soll der Partner oder die Partnerin nun jene Defizite
auffüllen?

– Wir haben Angst alleine zu sein

Das ist eine sehr menschliche Angst. Die wohl jeder von uns kennt. Die wohl
jeder von uns schon einmal verspürt hat. Dem wohnt die Angst vor Einsamkeit
inne. Denn allein sein ist per se nicht schlecht. Man kann allein sein OHNE
sich einsam zu fühlen. Doch sich einsam und verlassen zu fühlen, das ist
alles andere als schön…

Weil man in diesem Zusammenhang oftmals verzweifelt. Sich leer fühlt.
Traurig und verzweifelt. Deshalb versucht man vor dieser Angst zu fliehen.
Und nicht wenige stürzen sich aus diesem Grund in eine (neue) Beziehung.

Die Folge:
Das Gefühl, die vermeintliche Überzeugung, nicht allein sein zu KÖNNEN,
wächst stetig an. Bis wir der Ansicht sind: Wir MÜSSEN stets in einer
Beziehung sein. Um uns halbwegs glücklich zu fühlen.

Doch dient der Andere in solch einem Fall nur als Trostpflaster. Als Mittel
zum Zweck. Eine wirklich glückliche Beziehung sieht anders aus…

Tipps:
Auch hier ist der erste Schritt: sich dieser Angst bewusst werden! Und dann
etwas dagegen zu unternehmen.

Dies geschieht, indem wir erst einmal bewusst alleine bleiben. Das Single
Leben ausprobieren. Uns den eigenen Wert und die eigene Stärke deutlich vor
Augen führen. Dann werden wir merken, dass wir diese Angst vor der
Einsamkeit eigentlich gar nicht haben müssen.

Denn um uns herum sind viele Leute, mit denen wir uns verbunden fühlen.
Freunde, Familie etwa. Und das hilft uns dabei, (wieder) zu uns selbst zu
finden.

– Wir romantisieren immer wieder

Heben den Anderen in den Himmel. Doch wird hierbei ein Bild erschaffen, das
nicht wirklich der Realität entspricht…

Die Folge:
Ein verzerrtes Bild wird erschaffen. In das wir uns immer wieder neu
verlieben. Doch darauf folgt unweigerlich die Enttäuschung. Weil der
Partner, die Partnerin nun mit Vorstellungen und Erwartungen konfrontiert
wird, die er oder sie oftmals nicht erfüllen kann. So sehr es auch versucht
wird…

Tipps:
Sich dessen bewusst werden ist auch hier das Gebot der Stunde. Wir sollten
daher eine gründliche Analyse vornehmen. Und daran arbeiten, dieses Bild
der Realität anzupassen.

– Wir wollen nicht loslassen

Noch Wochen, Monate, in extremen Fällen sogar Jahre hängen wir an dem oder
der Ex. Immer, wenn wir an ihn oder sie denken, kommen bestimmte Gefühle in
uns hoch. Und es gelingt uns einfach nicht, ihn oder sie los zu lassen. Die
Trennung zu akzeptieren.

Die Folge:
Wir wollen schon. Aber wenn der oder die Ex entgleitet, holen wir das
Gefühl von damals in Gedanken immer wieder zurück. Als wir vermeintlich
glücklich waren.

Doch verharren wir auf diese Weise in der Vergangenheit. Können uns nicht
auf das Neue einlassen. Und bleiben so umso unglücklicher zurück…

Tipps:
Stell dir vor, wie du in 5 Jahren immer noch im Kummer steckst. Dass Du mit
unerwiderter Liebe seitens des oder der Ex konfrontiert wirst.

Stelle Dir nun vor, dass Du frei von alldem bist. Und Du wirst erkennen,
wie wichtig und notwendig das Loslassen ist!

Fazit

Es lässt sich pauschal leider nicht sagen, wie lange der Liebeskummer
konkret andauert. Denn hierbei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.

Faktoren wie etwa Länge und Dauer der Beziehung. Wie glücklich sie zum
Zeitpunkt der Trennung noch war (zumindest aus Sicht desjenigen, der jetzt
so leidet). Wie die Trennung überhaupt zustande kam. Jemand, der die
Trennung kommen sah, wird verständlicherweise nicht so leiden wie jemand,
der völlig davon überrascht wurde.

All das spielt eine Rolle. Das und die persönlichen Verletzungen und
Erfahrungen. Ängste und Befürchtungen, die in unseren Charakter
gewissermaßen eingraviert sind. Wer beispielsweise Angst vor der Einsamkeit
hat, wird seinen Liebeskummer noch noch verlängern.

Das Gleiche gilt für jenen, der die Beziehung und den oder die Ex noch
immer nicht loslassen kann. Der sich an ihn oder sie (in Gedanken)
klammert. Und der die Partnerschaft im Nachhinein idealisiert. Das ist
jedoch das geeignete Futter für den Liebeskummer….