Deine Beziehung steckt schon seit einiger Zeit in einer echten Krise? Und Du spielst mit dem Gedanken, Dich zu trennen?

Allerdings seid Ihr beide nun schon 20 Jahre zusammen. Solltest Du eine so lange Beziehung wirklich aufgeben? Oder doch lieber um sie kämpfen? Was ist jetzt zu tun?

Und was sind eigentlich die Konsequenzen? Was die finanziellen Auswirkungen? Vielleicht gehen jetzt all diese Fragen in Deinem Kopf herum. Und Du findest keine Antwort…

… dann ist es ja ganz gut, dass Du hier, auf dieser Seite gelandet bist. Denn ich habe mich mit eben diesen Fragen intensiv befasst. Und möchte Dir hier nun Rede und Antwort stehen.

Doch erst einmal das Inhaltsverzeichnis. Damit Du weißt, was Dich in diesem Beitrag erwartet:

1) Trennung nach vielen Jahren – ja oder nein?

2) Trennung nach 20 Jahren verarbeiten – wie klappt es?

3) Trennung nach 20 Jahren – was steht mir zu?

4) und mein Fazit zum Thema!


 

Trennung nach vielen Jahren – ja oder nein?

Eigentlich gilt da bekanntlich das verflixte 7. Jahr als eine ziemliche – sagen wir Herausforderung. Und die Statistik scheint da zuzustimmen. Aber es scheitern auch immer wieder Paare, die schon einige Jahre länger zusammen sind. Zum Beispiel nach 20 Jahren oder sogar mehr.

Warum scheitern so viele Ehen nach dieser langen Zeit?

Vor ein, zwei Generationen stand es für die meisten Paare noch außer Frage, sich zu trennen. Eine Scheidung war eher eine Seltenheit, eher die Ausnahme. Die meisten Paare blieben bis an ihr Lebensende zusammen. Feierten Silberhochzeit, dann die goldene – und so weiter.

Doch das hat sich längst geändert. Zumal eine lange Beziehung nicht automatisch bedeutet, dass sie rundum glücklich ist. Und viele „wachen“ eines Tages auf. Und merken: Eigentlich sind sie schon seit einiger Zeit, seit einer ganzen Weile nicht mehr glücklich.

Fühlen sich schon längst nicht mehr wohl in der Beziehung. Aus welchen Gründen auch immer. Vielleicht leben sie schon seit einer ganzen Weile eher freundschaftlich mit dem Partner, der Partnerin zusammen. Die Leidenschaft, das Begehren, das Interesse für den Anderen: Das ist längst nicht mehr vorhanden. Oder flackert nur noch ganz selten auf.

Und nicht selten fühlt man sich in solch einer Partnerschaft dann sehr, sehr einsam. Auch, weil man sich im Laufe der Zeit einfach sehr auseinander gelebt hat.

Doch kann es auch ein einschneidendes Erlebnis geben. Wie etwa eine Krankheit. Oder ein Todesfall im Umfeld. Das bringt einen dann ins Nachdenken. Und man kommt zu dem Schluss: „Ich führe gerade nicht das Leben, das ich eigentlich führen möchte. Ich will eigentlich etwas ganz anderes. Und meine Träume endlich, endlich wahr machen.“

Oder, ein Klassiker: Einer der beiden lernt jemand Anderes kennen. Bei dem / der es kribbelt. Bei dem die Schmetterlinge im Bauch wild umher fliegen. Auch das kann eine Beziehung nach so langer Zeit ins Wanken bringen. Und vielleicht sogar zum Scheitern…

Trennung nach vielen Jahren – was sagt die Statistik?

Den Zahlen zufolge trennen sich rund 30 Prozent der Paare nach 20 oder mehr Jahren. Und finden sich dann vor dem Scheidungsrichter wieder.

Deshalb ist die Trennung nach 20 Jahren oder mehr längst keine seltene Erscheinung mehr. Sondern ein Zeichen dafür, dass man ab einem gewissen Zeitpunkt eben nicht „über den Berg“ ist. Dass man sich nach, sagen wir 15 Jahren Ehe/ Zusammenseins, beruhigt zurück lehnen kann. Und sich nicht mehr um die Beziehung kümmern muss.

Nein. Denn eine Beziehung ist nun mal etwas, das gehegt und gepflegt werden muss. Wie eine Pflanze, die eingeht, wenn man sich nicht mehr um sie kümmert. Und wer deshalb die Hände in den Schoß legt und nichts tut, nun, der muss sich nicht wundern, wenn bestimmte Auswirkungen dann auftreten…

Trennung nach 20 Jahren – wie entscheiden?

Immer wieder ist bei einer Trennung nach so langer Zeit der Begriff „Midlife Crisis“ mit im Spiel. Nicht ganz zu Unrecht. Denn meist ist es so: Die Kinder sind auf dem Haus. Oder flügge geworden. Nicht mehr auf eine enge Betreuung durch die Eltern angewiesen.

Das Haus ist gebaut, vielleicht schon abbezahlt. Der Job: er läuft. Oder neigt sich dem Ende zu. Man befindet sich nun in der sogenannten Mitte des Lebens.

Doch damit kommen häufig gewisse Zweifel hoch. Was kann jetzt noch kommen? Was will man selbst eigentlich vom Leben? Ist es das Leben, das man führen wollte? Oder ist man irgendwie vom Weg abgekommen?

Und dann die Sache mit der Beziehung. Irgendwie scheint sie vor allem aus Alltag zu bestehen. Das Kribbeln, diese Aufregung, wenn der Andere den Raum betritt, nach einiger Zeit des Weg seins wieder zurück kommt: Das alles ist nicht mehr da. Und in Gesprächen geht es längst um sehr viel organisatorische Dinge. Alltagskram: Wer den Müll runter bringt. Wer heute das Abendessen kocht. Und so weiter…

Dann der Sex. Na ja, der war früher auch schon mal besser. Leidenschaftlicher, irgendwie. Aber ist das nicht auch normal, nach so einer langen Zeit? Trotzdem. Irgendetwas fehlt.

Man wird irgendwie immer unruhiger. Und unzufriedener. Weiß nicht so recht, wohin mit sich. Andererseits sind da die Zweifel: Man ist nun schon so lange mit dem Anderen zusammen. Das einfach weg werfen? Wofür – für einen Sprung ins Ungewisse? Schließlich gab es ja auch schöne Momente, so ist es ja nicht.

Und man hat zusammen mit dem Anderen etwas aufgebaut. Ein Haus vielleicht. Man hat vielleicht gemeinsame Kinder. Und so weiter…

Die Gedanken drehen sich im Kreis. Und man kommt nicht so recht weiter. Was tun?

Trennung nach vielen Jahren – so triffst Du die richtige Entscheidung für Dich:

Werfe nicht gleich alles leichtfertig weg, wenn Dir der Gedanke an eine Trennung das erste Mal in den Sinn kommt! Frage Dich lieber erst einmal: Woher kommt sie eigentlich, diese Unzufriedenheit mit meinem Leben, mit mir selbst? Und was empfinde ich eigentlich noch für den Partner, die Partnerin an meiner Seite?

Trennung nach vielen Jahren, Entscheidungshilfe 1: Analysiere Deine Situation.

Und überprüfe Deine Gefühle. Horche in Dich hinein. Denn nicht selten ist es so, dass wir die Unzufriedenheit mit uns selbst in einen anderen Bereich sozusagen „hinein packen“. Übertragen. Und so ist auf einmal scheinbar der Partner, die Partnerin schuld. Dass man selbst ein unerfülltes Leben führt. Obwohl das gar nicht so ist! Frage Dich deshalb: Wie ist es bei Dir?

Trennung nach vielen Jahren, Entscheidungshilfe 2: Stelle Dir vor, Du führst die Beziehung weiter.

Wie fühlt es sich an, in ein, zwei, fünf, zehn Jahren noch mit ihm oder ihr zusammen zu sein? Was sagt Dein Bauch so ganz spontan zu dieser Vorstellung? Überprüfe auch das!

Trennung nach vielen Jahren, Entscheidungshilfe 3: Habt Ihr noch Vertrauen zueinander? Und eine gemeinsame Basis?

Analysiere auch das. Ob Ihr beide Euch noch etwas zu sagen habt. Ob Ihr noch richtige Gespräche führt. Oder ob es in Euren Unterhaltungen längst nur noch um den Alltag geht. Und was es heute, morgen, nächste Woche zu erledigen gibt.

Vertraust Du ihm oder ihr eigentlich noch? Erzählt Du von dem, was Dich wirklich beschäftigt? Oder behältst Du das für Dich? Wie offen und ehrlich bist Du gegenüber Deinem Partner, Deiner Partnerin?

Trennung nach vielen Jahren, Entscheidungshilfe 4: Wie ist das mit dem Sex?

Kommt die Leidenschaft zu kurz in einer Beziehung, dann kann auch dies sehr gefährlich werden. Denn eine Beziehung ohne Leidenschaft – na ja, das läuft dann wohl eher unter Freundschaft. Logisch, nicht wahr? Deshalb solltest Du auch hier genau hin schauen. Und sehen, wie es um den sexuellen Bereich in Eurer Beziehung bestellt ist.

Begehrst Du ihn oder sie überhaupt noch? Und wenn nein: Warum nicht? Gehe auch dem nach!

Trennung nach vielen Jahren, Entscheidungshilfe 5: Was hält Dich davon ab, Dich zu trennen?

Ist es das Finanzielle? Weil Du wirtschaftlich und finanziell abhängig bist von ihm oder ihr? Oder ist es die Angst vor der Einsamkeit? Eine gewisse Mutlosigkeit, nach so langer Zeit noch einmal neu anfangen zu müssen? Schreibe diese Ängste und Hindernisse ruhig auf. Und überlege dann, wie Du sie auflösen könntest.

Trennung nach vielen Jahren, Entscheidungshilfe 6: Was sind die konkreten Probleme in Eurer Beziehung?

Aus Deiner Sicht zumindest? Was steht Eurem ungetrübten Glück im Weg? Und wenn Du diese Probleme gefunden hast: Wie könnten sie sich auflösen lassen? Gibt es eine Lösung? Oder habt Ihr vielleicht schon alles versucht? Und sie sind trotzdem noch da? Dann wird es natürlich schwierig…

Überprüfe all diese Punkte. In aller Ruhe. Nehme Dir ruhig Zeit dafür. Setze Dich in dieser Hinsicht nicht unter Druck. Auf einen Tag mehr oder weniger kommt es nun wirklich nicht an.

Danach solltest Du schon klarer im Kopf sein! Und besser erkennen können, was und wohin Du willst…

Trennung nach vielen Jahren – ist die Ehe vielleicht doch noch zu retten?

Du hängst nach wie vor an der Beziehung? Kannst aus diesem oder jenem Grund noch nicht los lassen? Und willst es eigentlich auch gar nicht?

Dann lohnt es sich, um die Beziehung zu kämpfen. Es zumindest zu versuchen. Vielleicht hilft es Euch, gemeinsam eine Eheberatung aufzusuchen. Denn jemand, der sich mit dem Thema wirklich auskennt und sich beruflich damit beschäftigt, der wird Euch vielleicht in dieser schweren Zeit helfen können.

Denn oft hilft eine Sicht von außen. Vor allem, wenn es sich dabei um einen Experten handelt! Der genügend Erfahrung in diesem Bereich hat. Der weiß, was zu tun ist. Welche Möglichkeiten es gibt. Der Euch sozusagen an die Hand nimmt. Und gemeinsam mit Euch eine passende und individuelle Strategie entwickelt.

Lasst Euch aber bitte wirklich darauf ein. Nur, wenn Ihr beide (!!!) an einem Strang zieht, dann könnt Ihr die Beziehung noch retten. Nein, es wird kein leichter Kampf werden. Und es ist auch kein Kampf, nach dessen Gewinn man sich beruhigt zurück lehnen kann. Denn, siehe oben: Eine Beziehung erfordert permanente Aufmerksamkeit und Pflege… (ja, klingt jetzt ziemlich anstrengend. Aber dafür erhält man ja hoffentlich auch viel…)

Ich hoffe, Du bist Dir nun besser im Klaren darüber, was und wohin Du willst! Und welche Entscheidung die richtige für Dich ist. Nehmen wir nun mal an, Du hast Dich für die Trennung entschieden. Doch wie diese verarbeiten? Darum geht es im nächsten Abschnitt!

Trennung nach 20 Jahren verarbeiten – so gelingt es

Nun ist es offiziell: Eure Beziehung ist am Ende. Ihr habt Euch getrennt. Das ist natürlich jetzt ein ziemlich heftiger Einschnitt. Vor allem nach so langer Zeit.

Und man steht nun alleine da. Fragt sich, was jetzt noch kommt. Vor allem, wenn man nun schon mal 50, 60, 70 Jahre alt ist. Häufig kommt da eine gewisse Angst hoch: Schaffe ich es überhaupt alleine? Nachdem ich so lange mit meinem oder meiner Ex zusammen war?

Irgendwie fühlt es sich so haltlos an. Und nicht selten muss man erst einmal tief, tief durchatmen. Um eine gewisse Orientierung zu erhalten.

Trennung nach 20 Jahren verarbeiten, Tipp 1: Bleibe aktiv!

Nein, älter werden heißt nicht automatisch, dass man immer weniger unternimmt und auf die Beine stellen kann. Älter werden heißt heute längst nicht mehr, dass man zu schwach, zu …. fürs Verreisen, fürs Gitarre spielen lernen, fürs Französisch erlernen, für einen Tanzkurs machen,.. ist. Zum Glück nicht!

Frage Dich deshalb: Was wolltest Du schon längst mal tun? Was interessiert Dich? Liebst Du vielleicht die Kunst? Und könntest Dir stundenlang Bilder im Museum anschauen? Oder wolltest Du schon immer mal Geige spielen lernen? Im Chor singen? Meditation erlernen? Oder Kajak fahren?

Setze Deine Träume in die Tat um! Vor allem dann, wenn sie mit Deinem oder Deiner Ex nicht möglich gewesen waren. Bleibe aktiv. Das ist wichtig, um nicht in Trübsal zu verfallen. Das Leben hat nach wie vor so viele Möglichkeiten zu bieten. Und Du wirst staunen, wie viel interessante Menschen Du kennenlernen wirst…

Trennung nach 20 Jahren verarbeiten, Tipp 2: Fahre weg!

Es tut immer gut, eine Weile aus dem stressigen Alltag heraus zu kommen. Nach einer Trennung ist dies nicht anders. Vor allem dann nicht, wenn Du verlassen wurdest. Gerade einfach nicht so recht weiter weißt. Wenn Dich alles in der Umgebung so sehr an ihn oder sie erinnert. Wenn Du das Gefühl hast, kaum noch durchatmen zu können.

Dann ist es eine wirklich gute Idee, weg zu fahren. Und sei es nur für ein Wochenende! Besuche ruhig mal wieder Deine Freundin, die leider so weit weg wohnt. Oder fahre ans Meer, mit Deiner Schwester zum Beispiel oder dem besten Freund. Buche ein Wellness Wochenende. Gehe wandern. Worauf immer Du Lust hast!

Trennung nach 20 Jahren verarbeiten, Tipp 3: Sehe die Trennung als eine Chance!

Nämlich jene, Dich wiederzufinden. Dich um Dich selbst zu kümmern, um Deine ganz persönlichen Bedürfnisse. Dein Leben neu auszurichten. Damit es umso schöner und umso erfüllender wird für Dich.

Stelle die Dinge infrage. Dafür ist jetzt ein sehr guter Zeitpunkt! Nein, Du musst nicht Golf spielen, wenn es Dir keinen Spaß macht. Wenn Du ehrlich bist, hast Du es ohnehin eher wegen Deinem Partner, Deiner Partnerin getan. Nein, Du musst nicht zu nervigen Verabredungen mit Menschen, denen Du eigentlich nicht viel zu sagen hast. Und so weiter.

Du kannst Dich jetzt von Ballast befreien. Und Dein Leben so gestalten, wie Du willst. Ist das nicht wunderbar?!?

Trennung nach 20 Jahren verarbeiten, Tipp 4: Gehe in die Analyse.

Und denke darüber nach, was in der Beziehung eigentlich schief gelaufen ist. Wie es so weit kommen konnte. Was die konkreten Probleme zwischen Dir und Deinem/ Deiner Ex waren. Und wann Du Dich unwohl gefühlt hast. Was Dich an seinem oder ihrem Verhalten gestört hat. Und so weiter….

Rufe Dir ruhig das Negative in Erinnerung. Das hilft dabei, die Beziehung nicht im Nachhinein zu verklären. Und sie schöner zu machen, als sie eigentlich war. Denn denke daran: Sonst wäre es ja nie so weit gekommen…

Auf diese Weise wirst Du auch herausfinden, was Du von einer Beziehung eigentlich verlangst. Was eine glückliche Beziehung für Dich bedeutet. (denn jeder legt nun mal wert auf etwas anderes…) Und so wirst Du verhindern, Dich sozusagen „unter Wert“ zu verkaufen. Denn Du weißt: Du willst in einer Partnerschaft schon glücklich sein! Und brauchst keinen Partner, nicht um jeden Preis…

Ich habe Dir nun sehr viel zum Thema erzählt. Und hoffe, ich konnte Dir mit meinen Tipps weiterhelfen! Doch vielleicht beschäftigt Dich auch gerade das Finanzielle. Nun, dann schauen wir uns dieses Thema doch mal an ! In dem folgenden Abschnitt nämlich…

Trennung nach 20 Jahren Ehe – was steht mir zu?

Ja, auch diesen Aspekt sollte man auf keinen Fall unter den Tisch fallen lassen. Vor allem dann nicht , wenn man zusammen ein Haus gebaut hat. Das vielleicht noch nicht abbezahlt ist. Oder es steht nun zum Verkauf und die Frage stellt sich: Wer hat eigentlich wie viel in das Haus einbezahlt? Wem steht was zu?

Und was ist, wenn einer der beiden den Job zugunsten der Familie aufgegeben hat? Von dem Anderen finanziell abhängig war – und vielleicht immer noch ist? Wie ist es dann mit den Finanzen – gibt es Unterhalt?

Hat man in sogenannter „wilder Ehe“, also ohne Trauschein, zusammengelebt: Nun, dann wird es schwierig, vom Anderen Unterhalt zu fordern. Denn das ist nun mal nur dann gesetzlich geregelt, wenn die beiden den Bund der Ehe geschlossen haben.

Dann gilt Folgendes: Wer während der Ehe nicht gearbeitet hat, sich nicht um Job/ Aus-/ Fortbildung kümmern konnte, dem steht finanzielle Unterstützung zu. Dies gilt auch für den Fall, dass man aus gesundheitlichen / anderen Gründen nicht arbeiten gehen kann. Oder wenn man sich um ein Kind kümmern muss, das viel Betreuung braucht. Da gibt es reichlich Beispiele in diesem Fall. Deshalb rate ich Dir an dieser Stelle: Hole Dir unbedingt professionelle Beratung! Denn ein versierter Anwalt oder eine Familienberatung wird Dir umso besser sagen können, wie viel Du verlangen kannst… (und es würde an dieser Stelle zu weit führen, dass alles hier niederzulegen. Und Dich mit Paragraphen zuzuballern…)

Doch Achtung: Der Trennungsunterhalt ist zeitlich befristet. Du musst deshalb davon ausgehen, dass er nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt gezahlt wird. Deshalb solltest Du schon jetzt gewisse Vorkehrungen treffen!

Wichtig ist hier auch das Thema Rente. Wenn der Mann etwa gut verdient hat und von einem hohen Rentenanspruch profitieren kann: Dann muss er vielleicht jetzt einiges abtreten. An seine Ex Ehefrau nämlich, die deutlich weniger mit nach Hause gebracht hat. Oder wegen der Kinder ganz zu Hause geblieben ist. Doch auch hier gilt: Die einzelnen Umstände können am besten bei einer guten und individuellen Beratung geklärt werden.

Vielleicht habt Ihr beide auch einen Ehevertrag. In dem festgehalten ist, wer was in die Ehe mit eingebracht hat. Auch die weiteren Regelungen sind hier festgehalten. Das erspart natürlich viel Zeit und Mühe. Ansonsten gilt es: Sich hinsetzen und eine Aufstellung über den gemeinsamen Hausrat machen. Und dann so fair und gerecht es geht aufzuteilen… (holt Euch gerne auch Unterstützung seitens Dritter. Die notfalls deeskalierend eingreifen können.)

Ganz schön viele Informationen zu diesem Thema, nicht wahr? Deshalb möchte ich nun auch zum Schluss kommen. Ich habe Dir schließlich so einiges erzählt.. doch ein kurzes Fazit hätte ich noch für Dich. Bitte sehr:

Trennung nach 20 Jahren – mein Fazit

Ja, es ist ein echter Einschnitt. Wenn man die Beziehung nach so langer Zeit beendet. Und vielleicht dauert es, bis Du diese Erfahrung als eine Chance begreifen kannst.

Doch bitte denke nicht, dass es zu spät ist. Zu spät, noch einmal neu anzufangen (meist wirst Du ohnehin nicht in allen Bereichen Deines Lebens neu anfangen müssen). Zu spät, noch einmal die Liebe zu finden. (ich könnte Dir so viele Beispiele erzählen, von Paaren, die sich in dem sogenannten „Herbst des Lebens“ gefunden haben. Und ihr Glück umso mehr zu schätzen wissen.). zu spät, um wieder glücklich zu sein.

Denn dem ist nicht so. zumal: Was wäre die Alternative? Weiter in einer lieblosen Beziehung zu bleiben? Bis zum „bitteren Ende“? Auf diese Weise umso unglücklicher zu werden?

Nein, da ist es doch besser, den Sprung ins Wasser zu wagen – das soo kalt nicht sein wird, das zeigt sich immer wieder! Habe Vertrauen. Zu Dir selbst und zu Deiner Fähigkeit, Dich um Dich selbst zu kümmern. Zumal Du so viele wertvolle Menschen an Deiner Seite hast. Die Dich auffangen, die Dich unterstützen wollen.

Du kannst und wirst es schaffen. Denn Du hast schon so viel anderes geschafft in Deinem Leben…