Du willst mehr über das Thema Kontaktabbruch wissen? Genauer gesagt: Was löst dieser Schritt eigentlich bei dem aus, der geht? Der den Anderen verlässt? Was nimmt er oder sie wahr, was empfindet er oder sie?

Spannende Fragen, wie ich finde! Und deshalb bin ich ihnen nachgegangen. Habe mich intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Indem ich reichlich Literatur gewälzt habe. Mit Experten gesprochen und auch Betroffene kontaktiert habe. Auf diese Weise konnte ich so einiges Interessantes herausfinden. Und genau das möchte ich an dieser Stelle mit Dir teilen.


 

Hier aber zunächst das Inhaltsverzeichnis:

1) Was die Kontaktsperre beim Verlasser bewirkt und auslöst

2) ob dieser Schritt nun etwas bringt oder nicht

4) und das Fazit zum Thema!

Was bewirkt die Kontaktsperre beim Verlasser – alle Phasen – Was denkt der Verlassende?

Die Kontaktsperre ist ein Mittel, das nach dem Aus sehr häufig angewandt wird. Wenn man darüber nachdenkt, wird dies auch recht verständlich. Denn die meisten wollen nach der Trennung nichts mehr mit dem Anderen zu tun haben. Zumindest für eine gewisse Zeit nicht!

Wer eine Kontaktsperre als Verlassende( r) durchführt, der hat ganz klare Motive. Denn in der Regel wird es so sein, dass diese Zeit vor allem für eines genutzt wird: Um wieder zu sich selbst zu finden. Um alles verarbeiten zu können. Und das gelingt nun mal deutlich besser, wenn man den oder die Ex nicht ständig vor Augen hat… was auch sehr verständlich ist, nicht wahr?

Schließlich kommen bei jedem neuerlichen Kontakt all die alten Erinnerungen wieder hoch. Schon eine kleine Nachricht reicht aus, um das Kopfkino in Gang zu setzen. Von einem Anruf oder einem Wiedersehen ganz zu schweigen…

und mit diesen Erinnerungen kommen all die Gefühle. Doch das macht es umso schwerer, wirklich los zu lassen. Und frei zu werden, alles zu verarbeiten. Zumindest bei demjenigen, der verlassen wurde!

Wie aber sieht es auf der „anderen Seite“ aus? Also bei dem, der geht? Schauen wir uns das einmal genauer an:

Phase 1: Der Kontaktabbruch wird erst einmal kaum wahrgenommen (1 bis 4 Tage)

Es ist aus. Denn er oder sie hat den Schlussstrich gezogen. Sich für die Trennung entschieden. Aus welchen Gründen auch immer.

Denn die Beziehung hat ihn oder sie nicht mehr erfüllt. Ihm oder ihr nicht mehr das gegeben, worauf er oder sie gehofft hat. Daher die Entscheidung, zu gehen. Einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Darauf freut er oder sie sich. Vielleicht steckt er oder sie schon voller Pläne! Und will gleich voll und ganz durchstarten.

Nun die Nachricht, dass der Andere, der oder die Ex, für eine gewisse Zeit keinen Kontakt haben will. Vielleicht kommt eine solche Nachricht auch gar nicht – der Andere meldet sich einfach nicht mehr.

Fakt ist: Es gibt nun einen Kontaktabbruch. Doch das wird seitens desjenigen, der Schluss gemacht hat, kaum bis gar nicht wahr genommen.

Warum wird kaum wahrgenommen?

Weil er oder sie nun voll und ganz auf den Neuanfang programmiert ist. Voller Euphorie und Neugierde ist auf das, was kommt. Weil er oder sie bewusst aus der Beziehung gegangen ist. Die „alte Geschichte“ ist nun vorbei – und das fühlt sich für ihn oder sie sehr, sehr gut an.

Und er oder sie will diesen neuen Lebensabschnitt in vollen Zügen genießen. Mit allem, was das Leben so zu bieten hat!

Daher werden Pläne geschmiedet. Projekte wollen in die Tat umgesetzt werden. Vielleicht gibt es lang gehegte Träume, die nun endlich wahr werden sollen. Vielleicht plant er oder sie schon eine Reise. Zeit an den oder an die Ex zu denken bleibt da kaum…

Noch dazu, weil er oder sie die Freiheit (denn so fühlt es sich für ihn oder sie an) in vollen Zügen genießen wird. Warum also dem Alten hinterher trauern? Wenn das Hier und Jetzt doch so schön und spannend ist?

Phase 2: Das komische Bauchgefühl (Nach 4 – 14 Tage)

Die Anfangseuphorie lässt nun, in dieser Phase, allmählich nach. Der Alltag kehrt ein – es ist ähnlich wie mit dem Verliebt sein. Am Anfang ist alles noch irgendwie magisch und spannend. Alles erscheint im positiven Licht. Daran sind auch die Hormone schuld, die jetzt ein wenig verrückt spielen.

Doch nach einiger Zeit bzw. nach einigen Tagen kehrt ein wenig Ruhe ein. Der Alltag nimmt wieder mehr Raum ein. Alles beruhigt sich. Die Gedanken, eigentlich alles kommt mehr und mehr auf den Boden der Tatsachen zurück. Und so entstehen erste Ahnungen und Vermutungen. Irgendwie fühlt sich das Ganze doch ein wenig komisch an, oder?

1. Der Verlasser macht sich erste Gedanken

Und zwar darüber, was eigentlich gerade los ist. Bei einem selbst. Beim Anderen, also bei dem oder der Ex. Denn die Vergangenheit lässt sich nun mal nicht einfach so abschütteln. Das geht einfach nicht! Niemand kann einfach so die Tür hinter sich zu machen und dann nie wieder daran denken.

Kein Wunder. Schließlich war es eine intensive Zeit mit dem oder der Anderen. Man liebte ihn oder sie, brachte ihm oder ihr Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit entgegen. Hat viel erlebt mit ihm oder ihr. Und reichlich viel Zeit mit ihm oder ihr verbracht.

Deshalb wird der oder die Ex nach wie vor ein Mensch sein, an den man denkt. Auch, wenn man gegangen ist. Diese Gedanken kommen unweigerlich!

2. Der Verlasser denkt immer mehr über dich nach

Denn, siehe oben: Dafür ist die Macht der gemeinsamen Vergangenheit einfach noch zu groß. Dafür habt Ihr beide zu viel zusammen erlebt, zu viel zusammen geteilt. Dafür wart Ihr einander einfach zu wichtig.

Und so wird er oder sie über Dich nachdenken. Darüber, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Darüber, was Ihr beide eigentlich hattet. Darüber, wie die Zeit mit Dir für ihn oder sie war. Und so weiter…

er oder sie wird an Euch beide denken. An Eure Beziehung. Nun erscheint diese vielleicht nicht mehr nur eine Art Gefängnis zu sein. Vielleicht mischt sich auch ein wenig Nostalgie mit darunter! Denn die schönen Momente, es gab sie ja….

3. Der Verlasser entwickelt eine intuitive Neugierde, was gerade los sein kann

Denn wie gesagt: Dafür warst Du ihm oder ihr einfach zu wichtig. Zumindest noch vor Kurzem. Dafür kannte er oder sie Dich zu gut. Dafür habt Ihr beide einfach zu viel und eine zu intensive Zeit miteinander verbracht. Als dass er oder sie nie wieder an Dich denken würde.

Deshalb fragt er oder sie sich: Was passiert gerade bei Dir? Wie geht es Dir? Kommst Du mit der Situation, mit der Trennung zurecht? Oder hast Du arg mit dem Liebeskummer zu kämpfen? Wirst Du wieder auf die Beine kommen? Oder fällt Dir das eher schwer?

Natürlich (so hoffe ich an dieser Stelle einfach mal) hofft er oder sie, dass es Dir möglichst gut geht. Trotz der Umstände. Denn dass Du leidest: Das will er oder sie nicht. Auch, wenn es zwischen Euch beiden vielleicht nicht mehr so gut gelaufen ist in letzter Zeit.

Phase 3: Es werden Tests gefahren

Er oder sie will wissen, was gerade los ist! Und zwar bei Dir, in Deinem Leben. Diese Frage beschäftigt ihn oder sie immer mehr. Bis sie ihn oder sie gar nicht mehr los lässt.

Denn Du bist nun weg aus seinem oder ihrem Leben. Und wie das so ist in diesem Fall: Dann wird die Sache erst richtig interessant. Denn man hat nun keinen direkten Einblick mehr. Das steigert die Neugierde, das kommt ganz automatisch! Und man ertappt sich immer häufiger dabei, wie man sich eben diese Frage stellt. Ob der Andere einen vermisst. Was er oder sie so macht. Wie es ihm oder ihr so geht. Und so weiter…

Natürlich will er oder sie nun gerne eine Antwort auf all diese Fragen haben. Doch wie diese Antworten finden? Das soll mithilfe von Tests geschehen!

Was für Tests?

Diese Tests können verschiedener Art sein. Vielleicht hat er oder sie zunächst Hemmungen, Dich direkt zu kontaktieren. Was natürlich der einfachste Weg wäre. Der unmittelbarste und der schnellste.

Andererseits würde er oder sie auf diese Weise ja wieder Interesse an Dir zeigen. Was er oder sie vielleicht nicht will. Oder er oder sie hat Angst, dass Du so wieder Hoffnung schöpfst – darauf, dass es mit Euch beiden doch noch mal etwas werden könnte.

Deshalb wählt er oder sie vielleicht den indirekten Weg. Erkundigt sich bei gemeinsamen Bekannten, was bei Dir aktuell so los ist. Und/ oder schaut in den sozialen Netzwerken nach, was Du für letzte Posts, Bilder, etc. online gestellt hast.

Diese Tests haben somit ein Ziel: Herauszufinden, was Du gerade machst. Was Dich aktuell beschäftigt. Und so weiter…

Es werden Nachrichten mit Fragen und co geschickt.

Vielleicht ist er oder sie aber auch „mutig“. Und kommt sozusagen aus der Deckung. Indem er oder sie Dir eine Nachricht schickt.

Dies kann auf verschiedene Art und Weise geschehen. Zum Beispiel per SMS. Oder per Whats App. Vielleicht auch über Facebook oder ein anderes soziales Netzwerk, auf dem Ihr beide aktiv seid.

Auf jeden Fall erhältst Du eine Nachricht von ihm oder ihr. Diese wird meist eher unverbindlich und locker ausfallen. Kein Wunder – denn er oder sie will erst einmal vorfühlen. Die Lage checken, sozusagen. Ob Du überhaupt reagierst. Wie Du reagierst. Daher ist es aus seiner oder ihrer Sicht besser, erst einmal neutral zu bleiben. Und zu schauen, wie es dann weitergeht.

Darüber hinaus will er oder sie keine falschen Hoffnungen bei Dir erwecken. Vielleicht, weil er oder sie selbst nicht so genau weiß, wohin die Reise gehen soll…

Fragen, ob alles gut ist

Denn diese Frage beschäftigt ihn oder sie. Vielleicht fühlt er oder sie sich zu einem gewissen Teil für Dein Wohlergehen verantwortlich. Das ist irgendwie auch verständlich. Schließlich war er oder sie es, der/ die den Schlussstrich gezogen hat. Der oder die gegangen ist.

Und der oder die Dich auf diese Weise verletzt hat. Das wollte er oder sie nicht. Und daher fragt er oder sie sich immer wieder, wie und ob Du das alles verkraftet hast. Ob Du das gut weg stecken kannst. Oder ob Du mitten im schönsten Liebeskummer bist. Ob es Dir nicht gut geht. Ob Du Dich fühlst, als wäre Dein gesamtes Leben zusammen gestürzt – und Du würdest jetzt absolut nichts mehr in der Hand haben.

Diese Frage beschäftigt ihn oder sie also sehr!

Fragen, wie es einem geht

Das ist eigentlich die Standardfrage, die immer und immer wieder kommt. Klar, denn die gehört mittlerweile einfach dazu zum guten Ton! Und es wäre irgendwie komisch, wenn sie nicht käme.

Ja, es ist viel Höflichkeit in dieser Hinsicht mit im Spiel. Ja, viele erwarten nicht unbedingt eine offene und ehrliche Antwort. Das ist völlig normal. Doch wenn diese Frage nicht käme, dann würde etwas fehlen.

Und dein oder deine Ex will wirklich wissen, wie Du gerade drauf bist. Wie es Dir geht. Deshalb wird diese Frage nicht nur aus reiner Höflichkeit von ihm oder ihr gestellt werden. Nein, er oder sie will das wirklich wissen! Denn diese Frage lässt ihm oder ihr keine Ruhe mehr…

Phase 4: Gewissheit macht sich breit – es wird ernst

Er oder sie bricht gerade den Kontakt ab. Es wird nun zur Gewissheit. Und zwar, dass es jetzt wirklich aus ist. Dass dieses eine Kapitel im Leben, das einem einst so viel bedeutete, das so intensiv war, dass dieses Kapitel nun vorbei ist.

Diese Erkenntnis kommt nun völlig bei ihm oder ihr an. Und er oder sie erkennt, was das wirklich bedeutet. Erkennt die Konsequenzen, die diese Entscheidung nach sich gezogen hat.

Was es also heißt, dass der Andere nun nicht mehr in seinem oder ihrem Leben ist. Nicht mehr ständig um einen herum. Diese Erkenntnis kommt immer mehr!

Phase 5: Zweifel an der Trennung breiten sich aus

Man wird gewahr, dass man den oder die Ex verloren hat! Und für immer verloren haben könnte. In der Folge machen sich Zweifel breit.

Denn es ist nun mal so: Das, was nun nicht mehr ständig um uns herum ist, was nicht mehr immerzu verfügbar ist: Das erscheint uns auf einmal umso wertvoller zu sein. Weil es eben nicht mehr selbstverständlich ist… (wie war das mit dem Sprichwort? „Willst Du was gelten, mache Dich selten.“ Stimmt, auch in diesem Zusammenhang!!)

Und so kommt der ein oder andere Zweifel auf. Daran, ob diese Entscheidung für das Aus wirklich richtig wahr. Oder ob man nicht doch einen Fehler gemacht hat. Schließlich gab es sie ja, die schönen Momente. Und so einige davon! War es also ein Fehler, dass man gegangen ist? Diese Fragen tauchen nun immer häufiger auf!

Phase 6: Kummer tritt auf – oft will man ihn/sie zurück

Weil man merkt, wie sehr man ihn oder sie vermisst. Weil man merkt, wie viel einem dieser andere Mensch doch bedeutet hat. Und noch bedeutet.

Weil man seinen oder ihren Wert nun wieder besser erkennen kann. Nun, aus der Ferne, aus der Distanz, ist das möglich. Vorher ging es irgendwie nicht – da erschienen die Probleme, die „Störungen“ einfach zu groß und zu mächtig. Jetzt ist das nicht mehr der Fall. Und man erkennt, wie wertvoll diese Partnerschaft eigentlich war…

Hinweis: In dieser Phase sollte man den Kontakt wieder aufnehmen. Doch nur dann, wenn man sich der Gefühle für den Anderen wirklich sicher ist! Wenn man weiß: Ja, ich möchte diese Person unbedingt wieder in meinem Leben haben. Weil sie mir wirklich etwas bedeutet.

Man sollte NICHT den Kontakt zu ihm oder ihr aufnehmen, wenn man Angst vor der Einsamkeit hat. Oder weil man sich selbst etwas beweisen will. Zum Beispiel, dass man den oder die Ex zurück erobern kann, wenn man sich das in den Kopf gesetzt hat. Das wäre unfair dem Anderen gegenüber! Und würde ihn oder sie nur noch mehr verletzen….

Ich habe Dir nun gezeigt, was die Kontaktsperre bei demjenigen bewirkt, der geht. Doch wirkt dieser Schritt eigentlich Wunder? Dieser Frage wollen wir uns im folgenden Kapitel widmen!

Kontaktsperre wirkt Wunder – ja oder nein?

Kommt natürlich drauf an, was man unter „Wunder“ versteht. Man will den oder die Ex unbedingt zurück erobern? Ja, dann kann es tatsächlich sinnvoll sein, diese Maßnahme zu ergreifen. Denn eines habe ich im Laufe der Zeit gelernt: Man muss erst einmal wieder zu sich finden, bevor man sich um den Anderen bemüht.

Sowie in die Analyse gehen. Warum es überhaupt zur Trennung kommen konnte. Was die jeweiligen Probleme waren. Und das, siehe oben, geht nun mal besser aus der Distanz…

Darüber hinaus hat eine Kontaktsperre noch diverse andere Vorteile. Durch den Rückzug macht man sich rar. Das schafft Raum dafür, dass der Andere einen vermisst. Erkennt, was er oder sie an einem hat. Und wieder neugierig wird. Deshalb kann eine solche Maßnahme tatsächlich etwas bewirken!

So viel zu diesem Thema! Du hast nun allerhand Wichtiges hierzu erfahren. Doch nun wird es Zeit für mich, diesen Beitrag zu beenden. Und zum Schluss zu kommen… was möchte ich Dir noch zu guter Letzt auf den Weg geben? Lies einfach selbst!

Fazit

Der Kontaktabbruch hat diverse Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind. Und oftmals ist ein solcher Rückzug wirklich notwendig für jenen, der verlassen wurde. Um wieder zu sich selbst zu finden. Emotional und geistig stabil(er) zu werden. Und sich ein neues Leben aufzubauen.

Was dabei jedoch oft nicht gesehen wird: Was der Kontaktabbruch mit demjenigen macht, der gegangen ist. Denn auch an diesem geht dieser Schritt nicht spurlos vorüber. Nein: Er oder sie wird nach der ersten Euphorie ins Nachdenken kommen. Über die Beziehung. Über das, was war. Darüber, WIE es eigentlich war. Meist mischt sich nun einiges an Nostalgie und auch ein wenig Wehmut darunter. Denn schön war es ja..

und auch der oder die Ex rückt nun wieder stärker in den Fokus. Und der Verlasser will wissen, wie es ihm oder ihr geht.

Was dann geschieht? Nun, das hängt von der Situation ab. Und davon, wie groß das Interesse auf Seiten des Verlassers noch ist… es bleibt also spannend!