Die Beziehung mit Deiner Frau steckt in einer tiefen Krise? Und sie
signalisiert Dir: „Ich habe keine Gefühle mehr für Dich“?

Das macht Dich so richtig verzweifelt. Und Du kannst an nichts anderes mehr
denken als: „Meine Frau liebt mich nicht mehr.
Auch ich steckte einst in genau der gleichen Situation. Deshalb wollte ich
Gewissheit haben. Ob sie wirklich nichts mehr für mich empfindet. Und
natürlich wollte ich sie wieder von mir überzeugen. Das ist mir gelungen!
Wie? Das verrate ich Dir in diesem Beitrag:

1) Meine Schritt für Schritt Anleitung für Dich, was jetzt zu tun ist.

2) Woran Du eigentlich genau erkennst, ob sie Dich nicht mehr liebt.

3) Was Du tun solltest, wenn sie sich ihrer Gefühle für Dich nicht ganz
sicher ist.

4) was Du tun solltest, wenn sie keine Gefühle mehr für Dich hat.

5) und ein kurzes Fazit zum Schluss.


Meine Frau liebt mich nicht mehr – was tun? – Schritt für Schritt
Anleitung!

Ja, das ist eine sehr schwere Situation. Und eine große Herausforderung!
Das weiß ich aus eigener Erfahrung nur allzu gut. Deshalb ist jetzt eine
klare Strategie sehr, sehr wertvoll. Mit meiner Schritt für Schritt
Anleitung erhältst Du diese Strategie:


Schritt 1 – Denke darüber nach, was jetzt gut für Dich ist

Fakt ist: Deine Frau hat keine Gefühle mehr für Dich. Fakt ist: Du fühlst
Dich so wertlos. So klein. Allein, auch einsam.

Aber: Es bringt nichts, sich jetzt zu verkriechen und in Selbstmitleid zu
ergehen. Gerade jetzt ist nämlich ein guter Zeitpunkt, in Dich zu gehen!
Und bestimmte Fragen zu beantworten.

Jene nämlich, was DU eigentlich willst. Was jetzt für Dich gut ist.
Folgende Fragen stehen jetzt auf dem Plan:

Scheidung: ja oder nein?

Stelle Dir vor, Ihr beide lasst Euch scheiden. Wie fühlt sich das für Dich
an? Was sagt Dein Bauch dazu? Gehe erst einmal intuitiv an die Sache heran!

Dann betrachte das Ganze aus rationaler Sicht. Was sind die Vor- und die
Nachteile, wenn Ihr Euch scheiden lasst? Was bringt es Euch/ Dir rechtlich,
finanziell?

Wenn Du Dich mehr mit dem Thema befassen möchtest/ das kannst: Gehe am
besten zu einem Anwalt. Oder zu einem Experten, der über das Thema sehr gut
Bescheid weiß. Je besser Du vorbereitet bist, umso leichter wird es letzten
Endes für Dich!

Mit ihrzusammen bleiben – ja oder nein?

Stelle Dir nun folgende Situation vor: Ihr bleibt zusammen. Und das, obwohl
es nun mal gewisse Probleme und Hindernisse gibt. Die sind da – sonst wäre
es nicht so weit gekommen! Rede Dir deshalb bitte nichts schön. Sondern sei
offen und ehrlich. Nur so wirst Du weiterkommen!

Fühle in Dich hinein. Was sagt Dein Bauchgefühl zu dieser Vorstellung? Und
was sagt der Verstand?

  • Wenn Du magst, erstelle eine Liste.
  • Mit allen Vor- und Nachteilen.
  • Diese kannst Du nach und nach ergänzen.
  • Und allmählich wirst Du erkennen, ob Du weiterhin mit ihr zusammen
    bleiben willst.

Hast Du noch Gefühle für sie – ja oder nein?

Vielleicht kommt Dir diese Frage ein wenig widersinnig vor. Vielleicht
möchtest Du sofort „Aber natürlich liebe ich sie noch!“ ausrufen. Doch
stimmt das wirklich?

Denn oftmals ändern sich unsere Gefühle, ohne dass wir das gleich
mitbekommen. Oftmals reden wir uns nur ein, dass sich in Sachen Liebe rein
gar nichts bei uns geändert hat. Doch das stimmt nicht (mehr). Denn nicht
selten halten wir aus Gewohnheit oder aus Angst vor der Einsamkeit an dem
Anderen fest…

Deshalb solltest Du in Dich gehen. Und Dich fragen, wie viel Du noch für
sie empfindest. Ob sich Deine Gefühle für sie so stark anfühlen, weil sie
sich nun zurück zieht.

  • Das ist oft zu beobachten.
  • Der Eine geht auf Distanz.
  • Der Andere merkt: Mein Partner ist nicht selbstverständlich.
  • Und seine Gefühle für diesen wachsen umso mehr.
  • Weil wir eben immer das haben wollen, was uns im Moment
    unerreichbar erscheint…

Du siehst: Es ist ein recht komplexes Thema! Lasse Dir deshalb Zeit, diese
Frage zu beantworten. Du wirst es intuitiv spüren, glaube mir! Spreche auch
gerne mit jemanden darüber. Oder schreibe Deine Gedanken zu diesem Thema
auf. Auch das hilft sehr…

Zusammen bleiben ohne Liebe – ja oder nein?

Viele, die meisten von uns werden diese Frage spontan mit nein beantworten.
Dennoch möchte ich, dass Du Dir auch die diese Frage stellst!

Stelle Dir konkret vor, Ihr beide bleibt ein Paar. Obwohl sie Dich nicht
liebt. Wie fühlt sich das für Dich an? Wie sehr bist Du bereit, ständig um
sie zu kämpfen? Und Dir wirklich niemals sicher sein zu können, ob sie Dich
liebt?

Sie verlassen – ja oder nein?

Die obige Vorstellung ist keine sehr schöne, oder? Daher nun das
Gegenbeispiel: Stelle Dir vor, Du verlässt sie. Ziehst den Schlussstrich.
Weil es Dir einfach nicht reicht.

Ja, die erste Zeit wird hart werden. Doch letzten Endes ist es ein Schritt
in Richtung Freiheit. Denn Du bist von der Last befreit, täglich um sie
kämpfen zu müssen. Dich ihr gewissermaßen unterlegen zu fühlen – denn sie
liebt Dich nicht mehr. Denn sie kann (fast) alles von Dir verlangen: Du
wirst es tun, nur, um die Beziehung zu retten.

Das alles zermürbt. Frisst einen auf. Glaube mir, ich weiß, wovon ich
spreche! Deshalb mein Rat: Tue Dir das nicht an. Es lohnt sich manchmal
(und ein wenig öfter), ins kalte Wasser zu springen. Weil wir letzten Endes
immer stärker sind, als wir denken.

Du wirst Dich selbst befreien. Du wirst Dir selbst zeigen: Ich kann es. Und
letzten Endes wirst Du jemanden finden, der Dich mit Haut und Haar zu
schätzen weiß. Der Dich aufrichtig liebt. Der Dir genau das bieten kann,
was Du brauchst. Und das ist es auf jeden Fall wert!

Schritt 2 – spreche mit Deiner Frau!

Ja, dieser Schritt erfordert Mut. Keine Frage! Doch nur so lassen sich
bestimmte Dinge klären… Es sei denn, Ihr beide wollt nur noch über den
Anwalt kommunizieren…

1.) Warum fällt es so schwer, offen mit Deiner Frau zu sprechen?

Weil Du Dich nun sozusagen aus der Deckung wagst. Du weißt nicht, was
kommt. Du legst die Karten auf den Tisch. Doch was tut sie?

Du zeigst, dass Dich ihr Verhalten verletzt. Du machst Dich gewissermaßen
angreifbar. Ja, das erfordert Mut. Und manch einer bringt diesen Mut
niemals auf… Aus Angst vor den möglichen Konsequenzen.

2.)
Was könnte schlimmstenfalls passieren, wenn Du offen mit Deiner Frau sprichst?

Manch einer schiebt dieses Gespräch immer weiter hinaus. Oder spricht garnicht mit seiner Frau. Doch ist das natürlich auf Dauer keine Lösung. Denn dieser pinke Elefant ist nun mal im Raum!

Was in diesem Fall helfen kann: Stelle Dir vor, was schlimmstenfalls
passieren könnte. Dass Du von ihr zu hören bekommst: „Ja, ich liebe Dich
nicht mehr. Ich verlasse Dich.“

Nun, damit hast Du ja bereits gerechnet, nicht wahr? Wäre es wirklich so
schlimm, wie Du es Dir nun vorstellst? Oder bietet diese Entwicklung nicht
auch eine Chance?

3.) Was k

önnte Gutes passieren, wenn Du offen mit Deiner Frau sprichst

?

Ihr legt endlich, endlich, die Karten auf den Tisch. Das kann sehr
erleichternd sein! Vielleicht kommt Ihr Euch durch dieses Gespräch auch
wieder näher. All das kann sein! Siehe dieses Gespräch daher auch als
Chance. Denn das ist es!


4.) Führe Dir vor Augen: Du kannst nur gewinnen, wenn Du offen mit
Deiner Frau sprichst!

Allein schon deshalb, weil Ihr Euch endlich aussprecht. Und weil Du Mut
beweist. Weil Du vor der Situation nicht länger weg läufst. Das ist
unglaublich stark! Und gibt Dir wichtige Energie. Wichtiges
Selbstvertrauen. Glaube mir: Ich weiß genau, wovon ich da spreche!

5.)

Führe Dir vor Augen: Du kannst nur verlieren, wenn Du NICHT offen mit
Deiner Frau sprichst

Weil Du instinktiv weißt: „Ich habe mich dem Ganzen nicht gestellt. Ich bin
davor weg gelaufen. Ich hatte nicht den Mut dazu.“

Ich brauche wohl kaum zu sagen, wie negativ das für das eigene
Selbstbewusstsein ist, oder? Zumal die Probleme zwischen Euch ja nicht
einfach so verschwinden werden.

Im Gegenteil: Sie werden nur noch größer werden! Du wirst immer mehr darum
bemüht sein, es ihr recht zu machen. Und in ständiger Befürchtung leben,
ihren Anforderungen nicht gerecht zu werden. Kann es das wirklich sein?

6.) Wie solltest Du mit Deiner Frau sprechen!

Bitte möglichst offen und ehrlich. Und: Bemühe Dich, nicht zu emotional zu
werden. Ihr keine pauschalen Vorwürfe an den Kopf zu werfen.

  • Spreche in Ich Botschaften.
  • Sage ihr, wie es Dir gerade geht.
  • Höre auch ihr zu.
  • Und bemühe Dich, zumindest ein wenig ihre Sicht der Dinge zu
    verstehen.


Schritt 3 – Was wird jetzt aus Euch? Zeit der Entscheidungen…

Erst einmal: Klopfe Dir ruhig auf die Schulter: Du hast einen ganz
wichtigen Schritt mit dem Gespräch gemacht! Nun kommt es darauf an, wie es
gelaufen ist. Und wie sie gefühlsmäßig zu Dir steht:

Die Partnerschaft macht keinen Sinn mehr. Denn sie liebt Dich nicht. Doch Du willst sie trotzdem. (Entscheidung aus Schritt 1):

Unternehme nun die folgenden Schritte:

1.) Trennung (von Deiner Seite aus)

Ja, Du liebst sie. Dennoch solltest Du den Schlussstrich ziehen. Weil sie
einfach nichts mehr für Dich empfindet.

Gehe daher JETZT auf Abstand. Die Hoffnung darauf, dass Ihr beide wieder
zusammen kommt, musst Du deswegen ja nicht aufgeben!

2.)


Die Partnerschaft macht keinen Sinn mehr. Denn sie liebt Dich nicht
mehr. Du willst ebenfalls nicht mehr.

(Entscheidung aus Schritt 1):

Jetzt ist es Zeit für die folgenden Schritte:

1.) Trennung (von Deiner Seite aus)

Sage ihr so schonend wie möglich: Du willst nicht mehr. Es ist aus.
Versuche dabei, sie nicht unnötig zu verletzen.

2.)
Überwinde Deinen
Liebeskummer

Dieser wird nämlich unweigerlich kommen.

Es macht für Euch beide Sinn, die Partnerschaft fortzuführen.

Trotz allem. Unternehme nun die folgenden Schritte:

1.) Kämpft um Eure Beziehung

Dabei kann auch ein Paartherapeut helfen. Denn eine dritte Person mit
neutraler Sicht von außen erkennt oftmals sehr viel mehr als die
unmittelbar Betroffenen.

Nehmt Euch wirklich Zeit für Euch. Für Eure Beziehung. Gerade jetzt ist das
sehr, sehr wichtig! Und auch wichtig für den Anderen: Zu sehen, dass es
einem ernst ist.

2.) Arbeitet ganz bewusst an den Problemen!

Nur, wenn IHR BEIDE das tut, werdet Ihr auch eine gemeinsame Zukunft haben.
Das ist einfach so!

Doch bestimmte Probleme wollen das verhindert.

  • Welche sind das?
  • Wie könnt Ihr sie lösen?
  • Was könnt Ihr einzeln und zusammen in der Hinsicht tun?
  • Denkt darüber gründlich nach!

Du hast nun wichtige Informationen erhalten. Doch vielleicht weißt Du
eigentlich gar nicht, ob sie nichts mehr für Dich empfindet. Deshalb
verrate ich Dir im nächsten Abschnitt zwölf Anzeichen. Die angeben, wie es
um ihre Gefühle für Dich bestellt ist.

Meine Frau liebt mich nicht mehr – woran kann ich das erkennen? – 12
Anzeichen

Ja, es ist manchmal gar nicht so leicht, Frauen zu verstehen! Vor allem,
was ihre Gefühle angeht. Doch: Wenn Du auf gewisse Anzeichen achtest,
kannst Du schnell herausfinden, ob sie Dich noch liebt oder nicht.

Hier meine Anzeichen, dass von ihrer Seite aus KEINE Gefühle mehr vorhanden
sind:

  1. Anzeichen: Sie zeigt kein Interesse mehr an Dir. Früher hingegen hat sie das sehr wohl getan. Sie wollte alles
    wissen: Wie Dein Tag war. Ob es in der Arbeit gut lief. Was Dich
    aktuell beschäftigt. Wie der Abend mit Deinem Kumpel war.

Doch jetzt: nichts mehr davon. Sie scheint Dich gar nicht mehr richtig
wahrzunehmen.. Gut, körperlich ist sie schon mit Dir in einem Raum. Mehr
aber auch nicht. Mit ihrem Kopf ist sie nämlich ständig woanders.

Sie fragt nicht mehr nach, was bei Dir aktuell so los ist. Sie macht Dir
keine Komplimente mehr. Diese Liste ließe sich noch sehr lange
fortsetzen…

  1. Anzeichen: Sie ist nicht mehr zärtlich zu Dir.Früher waren gemeinsame Kuschelstunden auf dem Sofa gang und gäbe
    bei Euch. Sie hat Dich massiert. Dich auf ihre ganz spezielle Weise
    verwöhnt. Doch jetzt: nichts mehr davon!

    Sie verpasst Dir keine Massagen mehr. Sie bekommt auch nicht mehr
    dieses Leuchten im Blick, wenn sie Dich ansieht. Überhaupt war ihr
    Blick auf Dich früher vor allem eines: zärtlich und liebevoll. Doch
    jetzt hat sich da eine stählerne Härte eingeschlichen. Die früher
    definitiv nicht vorhanden war!

  1. Anzeichen: Sie hat keine Lust mehr auf Dich.

Beziehungsweise auf den Sex mit Dir. Wie lange ist es eigentlich her, dass
Ihr das letzte Mal miteinander geschlafen habt? Du kannst das gar nicht
genau sagen.

Fakt ist: Das geht garantiert nicht von Dir aus. Stattdessen kommt sie
immer mit irgendwelchen Ausreden: Sie sei zu müde. Sie hat gerade ihre
Tage. Und so weiter…

Wenn Du da an früher denkst, kannst Du sehr, sehr wehmütig werden. Denn was
hattet Ihr beiden für eine tolle Zeit im Bett! Wie viel Lust und
Leidenschaft dabei war! Wie viel Spontanität! An manchen Tagen habt Ihr es
vielleicht gar nicht aus dem Bett heraus geschafft. (Und es gibt an manchen
Tagen definitiv kaum schönere Orte). Die Wirklichkeit jetzt fällt dagegen
umso trister aus…

  1. Anzeichen: Sie führt ihr eigenes Leben. Und das findet ohne Dich statt. Nun trifft sie sich mit Freunden,
    von denen Du nie zuvor gehört hast. Sie geht lieber mit ihren
    Mädels aus, als bei Dir zu Hause zu bleiben. Und macht Dir auf
    diese Weise deutlich: Du, die Beziehung mit Dir ist mir nicht
    wichtig genug.

    Auch das hat sich im Vergleich zu früher definitiv geändert.
    Früher, da habt Ihr eigentlich alles zusammen gemacht. (Gut, zum
    Shoppen oder zur Maniküre bist Du jetzt vielleicht nicht
    mitgekommen.) Doch war es Euch beiden wichtig: So gut es geht am
    Leben des Anderen teilhaben zu können. Dort involviert zu sein.

    Das galt auch für sie. Deshalb nahm sie Dich zu allen möglichen
    Aktivitäten und Unternehmungen mit. Aber auch dies hat sich längst
    geändert…

  1. Anzeichen: Sie ist Dir gegenüber ständig gereizt.Und scheint immer etwas zu meckern zu haben. Ständig hörst Du von
    ihr Kritik. Kaum ein liebevolles Wort kommt noch aus ihrem Mund.
    Und diesen gereizten, ungeduldigen Ton scheint sie nur Dir
    gegenüber an den Tag zu legen…

    Wie es früher war? So viel besser! Denn da hatte sie Verständnis
    dafür, wenn Du mal den Müll stehen hast lassen. Wenn Du vergessen
    hast, die Butter zu besorgen oder an den Geburtstag ihrer Mutter zu
    denken. Doch jetzt genügt scheinbar schon der kleinste Anlass,
    damit sie das Haar – ach, das Haarbüschel! – in der Suppe findet.
    Und Dir das immer wieder vorhält.

  1. Anzeichen: Sie
    scheint nicht wirklich da zu sein.

Gut, ihr Körper befindet sich zwar im gleichen Raum. Doch mit dem Kopf
scheint sie ganz woanders zu sein. Wo? Du kannst es gar nicht genau sagen.
Weil sie sich Dir nicht mehr mitteilt. Weil Du einfach nicht mehr an sie
ran kommst. Egal, wie viele Fragen Du ihr auch stellst.

Dies kannst Du auch daran erkennen, dass sie nicht mehr auf Dich eingeht.
Sie blockt ab. Ein richtiges Gespräch? Das habt Ihr beide schon sehr, sehr
lange nicht mehr geführt. Ein inniges, tiefer gehendes, das über die
Banalitäten des Alltags hinaus geht. Nein, auch das kam schon lange nicht
mehr vor. Obwohl das einst doch so anders war…


  1. Anzeichen: Sie hat keine Lust mehr, Deine Familie zu besuchen.

Gut, Familienbesuche können manchmal auch wirklich anstrengend sein. Doch
früher ist sie mitgefahren. Ohne sich zu beschweren. Weil sie wusste: Es
bedeutet Dir viel. Doch nun gibt es scheinbar immer ganz wichtige Termine.
Oder Ausreden, warum sie nicht mitfahren kann.

Früher hat sie das nicht getan. Da kam sie einfach mit, ohne große
Diskussionen. Genau so wie Du es bei ihr gehandhabt hast. Denn Euch beiden
war bewusst: Die Familie des Anderen ist ihm wichtig. Und deshalb ist es
keine Frage NICHT aufzukreuzen! Und mehr noch: Man versuchte, sich
möglichst gut mit ihnen zu verstehen. Selbst, wenn sie manchmal ein wenig
komische Verhaltensweisen an den Tag legten (und das kennt wohl jeder von
uns: Familien können manchmal nämlich schon sehr speziell sein.)

Aber jetzt zeigt sie auch hier keinerlei Interesse mehr. Bleibt lieber zu
Hause. Unter irgendeinem Vorwand. (oder vielleicht sagt sie auch ganz
einfach, dass sie keine Lust hat. Was fast noch verletzender ist.)

  1. Anzeichen: Sie macht Dir keine Komplimente mehr.

Früher bekamst Du von ihr zu hören: „Du machst das großartig, mein Schatz!“
Oder sie konnte Dir stundenlang erzählen, was sie an Dir eigentlich alles
toll findet. Das war natürlich schon schön zu hören…

Doch haben sich die Dinge (auch) in diesem Punkt geändert. Und wenn Du so
darüber nachdenkst: Das letzte schöne Kompliment aus ihrem Mund ist
wirklich schon sehr lange her. Von den berühmten drei Wörtern einmal ganz
zu schweigen…

Auch das fehlt Dir. Nicht immer. Doch hin und wieder denkst Du sehr
wehmütig daran, welch schöne Sätze Du einst von ihr zu hören bekamst. Der
Verlust in dieser Hinsicht wird dann noch ein wenig schmerzhafter…

  1. Anzeichen: Sie
    will sich ständig mit Dir streiten
    .Zumindest hast Du dieses Gefühl. Warum sonst sucht sie scheinbar
    ständig nach einem Anlass, einen Streit vom Zaun zu brechen? Die
    Beziehung mit ihr ist wie das Leben mit einem Vulkan geworden. Der
    in der nächsten Sekunde ausbrechen könnte. Auch das ist ziemlich
    anstrengend!

Und Du kannst ihr nichts mehr recht machen. Egal, wie sehr Du Dich
anstrengst! Egal, wie sehr Du versuchst, alle Punkte auf ihrer To Do Liste
abzuarbeiten. Egal, wie sehr Du Dich ins Zeug legst: Irgendetwas wird sie
IMMER finden. Weil sie das scheinbar finden WILL. Weil sie es drauf anlegt.
Weil es von Deiner Seite aus scheinbar niemals genug ist.

(Solch ein Verhalten deutet oftmals darauf hin, dass Madame höchst
unzufrieden mit sich selbst ist. Und das dann an ihrer Umgebung auslässt…
Nicht die feine Art. Aber leider oftmals zu beobachten…)

  1. Anzeichen: Sie macht Dich vor Anderen schlecht.Beklagt sich über alles Mögliche. Was Du mal wieder (nicht) gemacht
    hast. Wie Du Dich in dieser und jener Situation verhalten hast. Und
    überhaupt: Wie Du Dich neulich blamiert hast (aus ihrer Sicht
    zumindest).

    Vielleicht verrät sie auch das ein oder andere Geheimnis, das Du
    ihr einst erzählt hast. Sei es der Freundin oder der Familie.
    Vielleicht macht sie sogar eine entsprechende Andeutung auf
    Facebook – das wäre sogar noch schlimmer.

    Das schmerzt! Und ist in gewisser Weise ein Verrat an Euch, an
    Eurer Beziehung. Denn Du hast ihr all dies damals unter dem Siegel
    der Verschwiegenheit erzählt. Genauso wie sie Dir einiges von sich
    erzählt hatte. Das sie noch nie einer anderen Person anvertraute.

    Dir würde es gar nicht in den Sinn kommen, ihre Geheimnisse
    auszuplaudern. Doch sie kennt da wohl keine Skrupel. Sie wirft
    dieses Geschenk, das Du ihr gemacht hast (und ein Geschenk ist es
    ja, dieser große Beweis von Vertrauen), einfach weg. Vollkommen
    achtlos.

  1. Anzeichen: Sie
    macht ihre Pläne ohne Dich
    .Sowohl die lang- als auch die kurzfristigen. Früher fand ihre
    Zukunft nur mit einer Person statt: Mit Dir. Doch jetzt: nichts
    mehr davon. Stattdessen fährt sie alleine in den Urlaub. Und redet
    auch nicht mehr davon, mit Dir zusammen ein Haus zu bauen, eine
    Familie gründen zu wollen…

    Du weißt eigentlich gar nicht mehr, ob Du noch auf eine gemeinsame
    Zukunft mit ihr hoffen kannst. Ob sie diese überhaupt noch „sieht“.
    Sowohl in kurzer als auch in längerfristiger Hinsicht. Es deutet
    alles darauf hin, dass dem nicht mehr so ist. Warum sonst würde sie
    sich so hartnäckig darüber ausschweigen? Warum sonst würde sie
    abblocken, wenn Du einmal mit ihr gemeinsam Pläne schmieden willst?
    Fragen über Fragen. Die Schlimmes vermuten lassen….

  1. Anzeichen: Sie vertraut Dir nicht mehr.Und sagt Dir nicht mehr, was sie gerade bewegt. Was in ihrem Leben
    los ist. Früher hingegen wusstest Du das ganz genau. Doch jetzt?
    Keine Ahnung. Sie scheint eine fremde Person geworden zu sein!

    Denn sie erzählt Dir einfach nichts mehr. Früher hast Du das alles
    gewusst. Sie kam zu Dir, weil Du ihr wichtigster Ansprechpartner
    warst. Weil sie Deinen Rat suchte, schätzte und brauchte. Wie schön
    war das, im Vergleich zu heute! (Selbst, wenn sie Dir immer wieder
    die gleichen Geschichten mit ihrem Chef und den schwierigen
    Kollegen erzählte.)

    Denn jetzt scheint sie alles mit sich alleine auszumachen. Oder
    sich an jemand anderen zu wenden. Du weißt es nicht. Wie auch? Sie
    verrät Dir ja nichts mehr von sich! Und ja: Auch das schmerzt sehr,
    wenn Du es Dir eingestehst. Du vermisst umso mehr die
    Vergangenheit. Als alles noch so schön, so unkompliziert mit Euch
    beiden war…

Nun weißt Du, wie es um ihre Gefühle für Dich bestellt ist. Was aber, wenn
Du sie noch immer liebst? Und sie unschlüssig ist? Darum geht es im
nächsten Abschnitt!

Meine Frau weiß nicht, ob sie mich liebt. Doch ich liebe sie – was tun!

Auch das ist wahrlich keine schöne Situation. Doch kommt sie öfter vor, als
man vielleicht denkt..

Schließlich haben wir oft eine generelle Unsicherheit unseren Gefühlen
gegenüber. Wir zerdenken die Situation. Horchen nicht in uns hinein.
Vertrauen unserem Bauchgefühl nicht mehr. Obwohl genau das nun die einzig
richtige Lösung wäre.

Doch was tun? Wenn Du so unsicher bist? Unternehme die folgenden Schritte:

  • Folge der Anleitung, die Du oben erhalten hast.
  • Mache Dir bewusst, was Du willst. Was Du für sie empfindest.
  • Spreche mit ihr. Offen und ehrlich.
  • Und denke emotional und rational über die möglichen Konsequenzen
    nach.

Das wird vielleicht nicht sofort klappen. Du wirst nicht sofort auf die
Lösung stoßen. Aber: Du WIRST irgendwann Deinen Weg finden, der für Dich
richtig ist. Wenn Du Dir selbst vertraust..

Doch was ist, wenn es schlicht und einfach zu spät ist? Damit beschäftigen
wir uns im nächsten Kapitel:


Meine Frau sagt, sie liebt mich nicht mehr – was jetzt?

Dieses Kapitel soll gar nicht allzu lang werden. Denn eines habe ich im
Laufe meiner langen Beschäftigung mit dem Thema gelernt: Es ist besser, den
Schlussstrich zu ziehen! Zumindest in dieser Situation!

Warum solltest Du

den Schlussstrich ziehen, wenn Deine Frau keine Gefühle mehr für Dich
hat

?

Weil DU es bist, der die Konsequenzen zieht. Du kämpfst nicht auf
verlorenem Posten. Sondern erkennst: Es bringt einfach nichts mehr. Es ist
so wie es ist. Punkt.

Und auch wenn es in der nächsten Zeit hart werden wird: Du hast Dich dem
Ganzen gestellt. Das zu wissen, gibt viel wertvolles Selbstvertrauen!


Wie solltest Du den Schlussstrich ziehen, wenn Deine Frau keine Gefühle
mehr für Dich hat?

Hier ein paar Ratschläge:

  • Überlege Dir im Vorfeld Argumente. Warum es besser ist, sich zu
    trennen.
  • Sage ihr, dass Du Ihr beide miteinander reden müsst. Vereinbart
    einen Termin, der Euch beiden passt.
  • Kommuniziere das offen und ehrlich. Spreche dabei von Dir – also in
    Ich Botschaften.
  • Greife sie auf keinen Fall persönlich an.
  • Werde auch nicht aggressiv.
  • Höre ihr zu. Versuche, sie zu verstehen.


Was solltest Du noch beachten, wenn Deine Frau keine Gefühle mehr für
Dich hat?

Ich will das alles gar nicht schön reden: Es tut verdammt weh. Und der
Liebeskummer wird kommen. Er wird Dich herausfordern. Und das nicht zu
knapp.

Aber: Du bist ihm nicht hilflos ausgeliefert. Sondern kannst selbst so
einiges tun. Damit es nicht ganz so hart wird. Damit Du wieder ein wirklich
tolles Leben führst. Wie? Das verrate ich Dir hier:

Ehe retten – sie liebt mich nicht mehr. Macht das überhaupt Sinn?

Ihr beide seid vielleicht eine ganze Zeit lang schon zusammen. Habt sehr
vieles erlebt. Vielleicht habt Ihr ein Haus gekauft. Eine Familie
gegründet. Vielleicht habt Ihr gemeinsam die Welt entdeckt.

Fakt ist: Ihr beide seid nun schon seit einiger Zeit verheiratet. Dein
Ehering erinnert Dich täglich daran, dass Ihr Euch einst ewige Liebe und
Treue geschworen habt. Und Du würdest dieses Versprechen auch gerne halten
– zu gerne! Doch was ist mit ihr? Wie sieht sie die Sache?

Scheinbar nicht so. Denn ihre Gefühle für Dich sind dahin. Macht es deshalb
überhaupt Sinn, eine Ehe weiterzuführen? Eine lieblose Verbindung aufrecht
zu erhalten?

Eine Frage, die man sich unbedingt stellen soll. Auch, wenn sie sehr, sehr
weh tut. Meine Antwort fällt folgendermaßen aus:

Es macht keinen Sinn, die Ehe zu retten, wenn sie Dich nicht mehr liebt

Doch warum diese Antwort? Die Dir vielleicht ein wenig hart erscheint? Nun,
aus den folgenden Gründen:

Grund 1: Du wirst ständig um sie kämpfen müssen.

Um sie und um ihre Liebe. Du kannst Dir ihr niemals sicher sein. Und
ständig ist da diese Angst: Dass es doch nicht reicht. Dass sie geht.

Die Gefahr ist gerade jetzt sehr, sehr groß, dass Du Dich aufgibst. Dass Du
Dich verbiegst. Dass Du Deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche zurück
stellst. Dass Du nur SIE siehst. Und Du selbst dabei in gewisser Weise
untergehst.

Kurz: Dass sie die Beziehung dominiert. Dass sie bestimmt, wo es lang geht.
Das kann auf Dauer nicht gut gehen! Schließlich kommt es bei einer
Beziehung auch darauf an, dass BEIDE sie wollen. Dass beide an ein und
demselben Strang ziehen. Füreinander da sind. Den Anderen so nehmen, wie er
ist. Und den Anderen lieben und wertschätzen. Wenn das alles fehlt: Wie
kann man dann glücklich werden?

Grund 2: Du wirst es ihr niemals recht machen können.

Denn im Grunde genommen hat sie sich schon gegen eine Beziehung mit Dir
entschieden. Gut, sie bleibt noch bei Dir. Noch. Vielleicht aus
Bequemlichkeit. Vielleicht wegen der Kinder. Vielleicht wegen der
finanziellen Sicherheit.

Doch Dir gegenüber ist sie kalt. Gereizt. Zärtlich und liebevoll sind im
Umgang mit Dir wahre Fremdwörter geworden. Sie gibt sich einfach keine Mühe
mehr.

Und scheint Dich stattdessen in gewisser Weise „bestrafen“ zu wollen, dass
Du sie zu einem Fortführen der Beziehung „überredet“ hast. (Mit welchen
Argumenten und Taten auch immer.) Sie ist Dir gegenüber gereizt. Und macht
Dir deutlich: Du machst ständig etwas falsch. Egal, wie sehr Du Dich ins
Zeug legst. Das tut sehr, sehr weh. Und kann auf Dauer zermürben.. Das
eigene Selbstvertrauen nieder machen. Kein Wunder!

Grund 3: Ihr beide werdet nicht glücklich werden.

Wie auch? Sie liebt Dich nicht mehr. Und bleibt trotzdem mit Dir zusammen.
(Mögliche Gründe habe ich ja schon angedeutet.) Sie selbst wird mit dieser
Entscheidung sicher nicht zu 100 % glücklich sein. Und das dann vielleicht
an Dir auslassen.

Und Du? Du musst ständig um ihre Liebe und Zuneigung kämpfen. Jedes
einzelne kleine schöne Wort aus ihrem Mund erscheint auf einmal so
wertvoll. Weil es so unerreichbar geworden ist. Du kannst fast nur noch
daran denken, Deine Ehe zu retten. Es doch noch irgendwie hinzubekommen.
Doch zu sehen, wie sie sich trotz allem unmerklich von Dir entfernt: Das
ist sehr, sehr schmerzhaft.

Und der beste Weg hin zum Unglücklich sein. Denn Ihr beide gebt Euch in
gewisser Weise auf. Steht nicht zu Euren Gefühlen. Akzeptiert die Situation
nicht. Sondern versucht aus einem heillos kaputten Krug doch noch die
größten Scherben zusammen zu kleben. Doch es wird immer ein Splitter, ein
Stück fehlen! Und daran kann auch die größte Anstrengung nichts mehr
ändern.

Grund 4: Manchmal ist es einfach vorbei.

Das ist bei sehr, sehr vielen Paaren so! Die Gründe dafür können sehr
vielfältig sein. Ein ganz banaler Grund: Man entwickelt sich auseinander.
Die Träume, Wünsche und Vorstellungen, die man einst mit dem Anderen
teilte, sind nun anders geworden. MAN SELBST ist anders geworden. Wünscht
sich andere Dinge vom Leben als der Partner.

Das ist vollkommen in Ordnung. Schließlich macht jeder von uns so seine
ganz eigenen Erfahrungen. Egal, wie viel Zeit wir mit dem Anderen
verbringen. Denn wir sind ja noch immer eigenständig denkende Menschen. Mit
einer eigenen Sichtweise auf die Welt (hoffentlich, sage ich an dieser
Stelle mal. Sonst könnten wir ja gleich als Marionetten auftreten.)

Das zu sehen, ist jetzt die Aufgabe: Für beide von Euch. Klar, es tut schon
weh. Allein schon wegen der gemeinsamen Vergangenheit. All der Erlebnisse
und Erfahrungen, die man zusammen gemacht hat. Doch dies gehen zu lassen,
ist manchmal genau die richtige Entscheidung…

Grund 5: Es kann eine echte Befreiung sein, los zu lassen.

Der obige Grund führt uns direkt zu diesem: So schlimm man sich das Ende
der Ehe immer ausgemalt hat, so befreiend kann es manchmal sein. Weil man
sich nun nicht mehr ständig nach den (vermeintlichen) Wünschen der Ex
richten muss. Weil man wieder sich selbst sieht, wahrnimmt. Weil man sich
nun auf sein eigenes Leben konzentrieren kann. Darauf, was einem selbst
wirklich wichtig ist.

Gut, das klappt vielleicht nicht von heute auf morgen. Doch allmählich
kommt diese Erkenntnis – und man kann sie auch umsetzen. Allein das zu
sehen ist schon ein sehr, sehr schönes Gefühl.

Zumal man dann Sachen macht, die mit der Ex einfach undenkbar gewesen
wären. Mit den Kumpels zum Kajak fahren beispielsweise. Oder endlich mal
wieder ins Stadion, den Lieblingsverein anfeuern. Stundenlang vor dem PC
sitzen, um das neueste Spiel zu testen. All das, wofür man früher einen
(ach, nur eine? Hunderte!!) schiefe und vorwurfsvolle Blicke kassiert
hätte.


Grund 6: Es gibt da draußen jemanden, der Dich sehr viel glücklicher
machen kann.

Jetzt mal ganz banal gesprochen: Es gibt auf der Welt mehr als 3,5
Milliarden Frauen. Warum sollte es nur die eine sein, die Dich wirklich
glücklich macht? Beziehungsweise die Dich glücklich gemacht hat?

Selbst die vorsichtigste Statistik wird Dir in der Hinsicht ein deutlich
anderes Ergebnis aufzeigen. Es lohnt sich also, die Augen aufzumachen! Du
wirst staunen, wie viel interessante Frauen „da draußen“ eigentlich herum
laufen. Und wie schön es sein kann, ein wenig zu flirten…

Grund 7: Du wirst wieder zu Dir selbst finden.

Wenn Du SIE, wenn Du die Ehe loslassen kannst. Denn siehe oben: Du kannst
Dich jetzt um die wichtigste Person in Deinem Leben kümmern: Um Dich selbst
nämlich. Du kannst endlich all das in die Tat umsetzen, von dem Du schon so
lange, ach, fast viel zu lange!, geträumt hast. Du wirst erkennen, wie
wertvoll Du bist.

Denn Du bist nicht mehr diesen ständigen Vorwürfen ausgesetzt. (Auch wenn
sie stumm sind. Du kennst mittlerweile diesen Blick.) Du wirst nicht mehr
ständig Angst haben müssen, dass sie eben doch geht. Trotz all Deiner
Bemühungen. Das alles wird sehr befreiend sein. Und Dir dabei helfen, Dich
selbst wieder zu finden. Selbstvertrauen aufzubauen. Und endlich wieder
glücklich zu sein. Und das ohne sie!!

Grund 8: Auch für Eure Kinder wird es so besser sein.

Vielleicht tut ihr alles dafür, die Ehe doch noch „irgendwie“ zu retten,
weil Ihr Kinder habt. Doch mal ehrlich: Sie werden ja auch unter der
Situation leiden.

Denn Kinder bekommen intuitiv nun mal sehr, sehr viel mit. Auch die
Spannungen, die zwischen Euch herrschen. Dass Ihr auf einmal bzw. in
letzter Zeit sehr, sehr viel streitet. Dass es keine liebevollen Szenen
mehr zwischen Euch gibt.

Familienidyll sieht da wahrlich anders aus! Und das geht auch zulasten der
Kinder. Zumal sie sich oftmals Vorwürfe machen: Sie waren nicht brav genug.
Sie haben neulich eine Sechs in Mathe mit nach Hause gebracht. Deshalb
streiten Mama und Papa jetzt. Und so weiter… Sie nehmen das Ganze sehr,
sehr persönlich. Und versuchen, sich noch mehr anzustrengen. Noch braver zu
sein.

Oder sie werden aggressiv. Auch das kommt leider nicht selten vor. Oder es
kommt zu anderen Auffälligkeiten, physischer oder psychischer Natur. Kurz:
Sie leiden. Und das sollte nun wirklich nicht sein! Denn sie tragen am
allerwenigsten die Schuld an der Situation…

Daher kann es auch für Eure Kinder eine echte Befreiung sein, diesen
ständigen Spannungen nicht mehr ausgesetzt zu sein. Selbst, wenn das
bedeutet, dass sie nun hin und her pendeln müssen. Unter der Woche bei Mama
sind, an den Wochenenden bei Papa. Für sie ist das allemal besser als
ständig in diesen Vulkan, der Eure Ehe geworden ist, zu kommen. Glaube
mir!!

Ehe retten – sie liebt mich nicht mehr. Ein Erfahrungsbericht

An dieser Stelle will ich einen Erfahrungsbericht mit Dir teilen. Von
einem, der einst in genau der gleichen Situation steckte wie Du jetzt:

Martin, 36:

„Meine Ex Sandra und ich waren sieben Jahre miteinander verheiratet
gewesen. (Ja ich weiß: Dieses verflixte siebte Jahr.) Davor haben wir zwei
Jahre lang zusammen gelebt. Es war also schon eine ziemlich lange Zeit, die
wir ein Paar gewesen waren.

Und es war irgendwie immer klar: Wir wollen früher oder später heiraten.
Und Kinder bekommen. Das haben wir dann auch so gemacht. Wir haben zwei
Jahre nach der Hochzeit unseren Sohn bekommen. Und sind von der Großstadt
nicht direkt aufs Land, aber ein wenig außerhalb gezogen.

Zunächst war eigentlich alles gut. Wir waren zufrieden mit dem neuen Leben.
Es fühlte sich alles echt in Ordnung an. Unser Sohn ist aufgewachsen, im
Grünen, hat nach und nach die Welt entdeckt. Mit meiner Karriere ging es
auch ganz gut voran, vor allem, nachdem ich die Stelle gewechselt hatte.
Meine Frau blieb zunächst zu Hause bei Leon, unserem Sohn. Weil sie die
erste Zeit bewusst mit ihm verbringen wollte. Das war für sie in Ordnung
so, meinte sie damals. Und ich hatte da natürlich auch nichts dagegen.

Aber irgendwann haben wir uns immer weiter auseinander entwickelt. Ich kann
gar nicht mehr genau sagen, wann das eigentlich war. Es war irgendwie eine
Entwicklung, die schleichend passiert ist.

Vielleicht hat es damals mit Leons Geburt begonnen. So sehr ich meinen Sohn
liebe: Wir waren in der ersten Zeit vor allem Eltern. Auch, weil Leon immer
irgendwas hatte. Er konnte nur selten durchschlafen. Die durchwachten
Nächte, nach denen man ziemlich gerädert aufwacht… Na ja, das brauche ich
wohl keinem Elternteil erzählen. Wobei meine Ex Frau ja die Hauptlast
getragen hat. Das war schon eine anstrengende Zeit. Und es wurde auch erst
langsam besser.

Wir als Paar hatten nur noch wenig Zeit für uns. Hinzu kam, dass ich damals
durch den Beruf sehr stark eingespannt war. Bei uns in der Firma fanden
Umstrukturierungen statt und jeder musste sich dann erst einmal beweisen.
Dem neuen Chef zeigen, wie unersetzlich er doch ist. Man kennt das glaube
ich. Diese Unsicherheit war echt anstrengend.

Ich habe viele Überstunden geschoben in dieser Zeit. Immer in der Hoffnung,
dass das Engagement auch gesehen wird. Hoffentlich. Ganz sicher sein konnte
ich ja nicht. Aber was tun? Die Stelle war einfach perfekt, was die
Rahmenbedingungen anbetraf. Mit den Kollegen kam ich ziemlich gut aus. Und
eine neue Stelle zu suchen, das war mir damals einfach zu viel.

Das alles hat unsere Ehe ziemlich belastet. Das erkenne ich im Rückblick
sehr gut. Aber wenn man in der Situation selbst drin steckt, na ja, dann
ist das bekanntlich was Anderes.

Wir beide haben also immer weniger Zeit für uns gehabt. Und zwar nur für
uns zwei. Dabei wäre das echt wichtig gewesen. Wobei meine Gefühle für sie
nie infrage standen. Für mich war immer klar: Ich liebe sie. Und das wird
wahrscheinlich auch so bleiben. Warum sollte sich das ändern?

Deshalb war ich echt geschockt, als sie mir gesagt hat: „Ich habe keine
Gefühle mehr für Dich.“ Ich habe im ersten Moment gedacht, dass ich mich
verhört hätte. Dass ich im falschen Film bin. Dass das, was gerade
passiert, eigentlich jemand anderem widerfährt.

Kurz: ich stand ziemlich unter Schock. Ich wusste nicht, wie ich damit
umgehen, wie ich auf ihr Geständnis reagieren sollte. Was tun?

Ein Leben ohne sie führen? Das kam mir im ersten Moment völlig undenkbar
vor. Und ich habe sie ganz verzweifelt gefragt, was ich tun könnte. Damit
wir unsere Ehe doch noch irgendwie retten können.

Sie konnte mir darauf keine klare Antwort geben. Weil sie es selbst wohl
nicht genau wusste. Von ihr kam immer nur der Satz „Wir haben uns halt
irgendwie auseinander gelebt. Ich empfinde kaum noch etwas für Dich.“

Doch dieses Wörtchen „Kaum“, an das habe ich mich geklammert. Weil ich
dachte: Nun gut, dann besteht ja doch noch ein kleines bisschen Hoffnung.
Deshalb habe ich die nächsten Wochen damit verbracht, zu versuchen, sie
umzustimmen. Ich habe sehr lange mit ihr geredet, ihr alle möglichen
Argumente aufgelistet. Warum es besser ist, dass wir doch zusammen bleiben.

Irgendwann hat sie dann klein beigegeben. Vielleicht, weil sie einfach
irgendwie müde war. Vielleicht, weil ich sie mit meiner Überzeugungskraft
irgendwie verunsichert habe. Ich glaube, das kennt jeder: Wenn man ständig
nur die eine Seite hört, weiß man irgendwann gar nicht mehr, was eigentlich
Sache ist. Ich glaube, so war es bei ihr auch.

Ich habe ihr sogar vorgeschlagen, dass wir zusammen zum Paartherapeuten
schauen. Da war ich zwar nicht so überzeugt von. Aber wenn es half, warum
nicht…? Der Typ, bei dem wir waren, hat uns aber nicht wirklich geholfen.
Ich hatte das Gefühl, dass er die Situation eigentlich gar nicht richtig
erkannt hat. Dass er uns gar nicht wirklich zugehört hat. Seine Vorschläge,
dass wir beide mehr Zeit miteinander verbringen sollten, waren ehrlich
gesagt auch nicht wirklich hilfreich. Wir beide sind mit einem Gefühl raus
gegangen, dass uns das jetzt nicht so weiter gebracht hat. Nach drei
Sitzungen haben wir es dann gelassen.

Wir haben es die nächsten Wochen echt versucht. Wieder zueinander zu
finden. Ich habe probiert, früher aus dem Büro nach Hause zu kommen. Die
Ehe war jetzt einfach mal wichtiger als die Karriere. Ich habe versucht,
mich ihr wirklich wieder anzunähern. Ihr zu zeigen, wie wertvoll sie für
mich ist. Ich habe sie ins Restaurant ausgeführt, in dem wir immer
besondere Anlässe gefeiert haben. Ihr Blumen mitgebracht. All das was in
den ganzen Ratgebern steht.

Aber: Irgendwie hat das nichts geholfen. Es fühlte sich manchmal auch ein
bisschen komisch an, um ehrlich zu sein. Der Abend im Restaurant zum
Beispiel: Wir saßen da, hatten uns schick gemacht. Ich hatte sogar eine
Krawatte angezogen. Aber dann saßen wir vor dem Menü und hatten uns schon
beim ersten Gang kaum etwas zu sagen. Zwischen uns war nicht mehr diese
Vertrautheit. Nein, da war Schweigen. Und eines von der unbehaglichen
Sorte.

Wir haben das alles zu überspielen versucht. Wir haben versucht, häufiger
Sex zu haben. Aber schöner wurde der davon auch nicht, wenn ich das mal an
dieser Stelle so sagen darf.

Und sie hat mir gegenüber deutlich gemacht: „Es passt einfach nicht mehr.“
Gut, genau so hat sie es nicht gesagt. Aber mit ihrem Verhalten mir
gegenüber. Daran habe ich das schon gemerkt. Sie hat sich vieles von mir
„gefallen“ lassen. Sie hat die Blumen in Empfang genommen. Sie hat sich die
Komplimente angehört, die ich ihr gemacht habe. Sie hat gesehen, dass ich
öfter versuche den Müll runter zu bringen und den Abwasch zu erledigen.

Sie hat all das wahrgenommen. Mehr aber auch nicht. Von ihr hatte ich
einfach nicht das Gefühl, dass da was zurück kommt. Und das hat ziemlich
weh getan, um ehrlich zu sein.

Und mich echt fertig gemacht auf Dauer. Irgendwann konnte ich selbst nicht
mehr. Weil ich das Gefühl hatte, dass ich mich echt verausgabt habe. Dass
ich auch nicht mehr WILL.

Deshalb habe ich eines Abends zu ihr gesagt: „Ich denke, es ist besser,
wenn wir uns trennen.“ Ich kann Euch sagen, wie erleichtert sie irgendwie
war, als sie das gehört hat. Als ob sie heimlich auf diesen Satz der
Erlösung gehofft hätte.

Wir haben uns dann getrennt. Und das war die richtige Entscheidung. Für uns
beide. Für unseren Sohn. Der lebt unter der Woche bei seiner Mutter. An den
Wochenenden kommt er zu mir. Ich habe das Gefühl, dass er mit der Trennung
gut klar kommt. Besser, als ich dachte, ehrlich gesagt. Vielleicht hat auch
er damals so einiges mitbekommen. Ich denke schon, dass Kinder da so
einiges spüren. Auch wenn sie nichts sagen.

Ich habe seit einigen Monaten eine neue Freundin. Es fühlt sich wirklich
gut an mit ihr. Weil sie mich so nimmt wie ich bin. Weil sie mir gegenüber
ihre Gefühle zeigt. Weil wir beide zusammen einfach Spaß haben. Und der
Sex, der hat auch was.

Wenn ich stattdessen drüber nachdenke, ich hätte die Ehe weitergeführt…
Dann läuft es mir ehrlich gesagt kalt über den Rücken. Für mich war es
absolut die richtige Entscheidung. Auch, wenn sie mir echt nicht einfach
gefallen ist“

Mein Fazit zu dem Thema

Es ist niemals schön zu hören: „Ich liebe Dich nicht mehr“. Doch eines kann
alles nur noch schlimmer machen: Vor all dem weg zu laufen. Sich der
Situation nicht zu stellen.

Deshalb: Gehe AKTIV an die Sache heran. Denke vor allem an Dich. Dir soll
es schließlich möglichst gut gehen! Und es kann keine Lösung sein, ständig
eine Beziehung auf „Zehenspitzen“ zu führen. In dem Bemühen, ein Schiff zu
retten, das längst gekentert ist.

Zumal Du stärker bist, als Du vielleicht denkst. Sich zu trennen, kann eine
echte Befreiung sein. Siehe die Situation daher auch als Chance! Denn das
ist sie…