Du willst wissen, ob Frauen anders unter dem Liebeskummer leiden? In
welcher Hinsicht unterscheiden sie sich da von Männern? Und welche Phasen
durchlaufen Frauen bei Liebeskummer?

Ehrlich gesagt: Genau das habe ich mich ebenfalls schon oft gefragt. Grund
genug, dem Ganzen mal genauer hinzuschauen. Und alle Ursachen, Gründe, etc.
zu beleuchten!

Meine Beobachtungen und Erfahrungen will ich natürlich nicht für mich
behalten. Sondern hier, an dieser Stelle, an Dich weitergeben. Und sie mit
Dir teilen. Damit die Frage „Wie gehen Frauen eigentlich mit Liebeskummer
um?“ ein für allemal beantwortet wird!

In diesem Beitrag zeige ich Dir nun

1) was Liebeskummer für die Frauen grundsätzlich bedeutet

2) ob Frauen länger unter dem Liebeskummer leiden


3) was andere Unterschiede zwischen Frauen und Männern bei Liebeskummer
sind

4) und ein (kurzes) Fazit zum Schluss


Frauen und Liebeskummer – was gibt es zu sagen?

Die Beziehung ist aus. Der Traum von dem ewigen Glück zu zweit ist
geplatzt. Mit diesem einen Partner zumindest.

Und für nicht wenige Frauen bricht deshalb eine ganze Welt zusammen. Auch
Männer tun sich damit natürlich schwer. Doch reißen sie sich zusammen. Sie
versuchen es zumindest. Schließlich soll keiner merken, wie es wirklich in
ihnen aussieht!

Und Frauen? Die kehren in der Regel erst einmal die Scherben zusammen. Um
das Ganze gründlich und ausführlich zu analysieren. Sie leiden. Und bleiben
zu Hause. Während Männer eher wieder auf die Jagd gehen.

Dieses unterschiedliche Verhalten bei Liebeskummer zwischen den beiden
Geschlechtern wurde auch wissenschaftlich bestätigt. Wie etwa in einer
Studie der Binghamton University in New York.

Bei dieser Studie kam heraus:

  • Frauen leiden stärker unter dem Herzschmerz.

  • Männer dafür umso länger.

Eine Studie zum Thema Liebeskummer Verhalten

Diese Studie trägt den wunderbar wissenschaftlichen Arbeitstitel
„Quantitative Geschlechterunterschiede in der Reaktion auf eine
gescheiterte Liebesbeziehung“.

Dabei wurden insgesamt 5.705 Personen aus knapp 100 Ländern befragt. Um was
es dabei konkret ging?

  • Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sollten ihre bisherigen
    Trennungsschmerzen auf einer Skala beschreiben.

  • Und einen Wert zwischen Null und zehn bestimmen.

Frauen wählten dabei einen durchschnittlichen Wert von 6,84 Punkten. Bei
Männern lag dieser Wert bei insgesamt 6,58 Punkten.

Auch der körperliche Schmerz wurde unterschiedlich bewertet:

  • Der Wert bei Frauen in dieser Hinsicht kam in Endeffekt auf
    durchschnittliche 4,21 Punkte.

  • Während er bei Männern bei 3, 75 Punkten lag.

Gut, magst Du denken: Sooo spektakulär fallen die unterschiedlichen Leiden
ja nicht aus. Wenn man aber die Größe der Studie in Betracht zieht, dann
ist das sehr wohl ein großer Unterschied, der sich da auftut!

Und noch etwas fanden die Forscher heraus: Frauen empfinden vor allem
Gefühle wie Angst, Sorge und Wut nach der Trennung.

Und Männer? Die fühlen sich eher orientierungslos, sind wütend und kommen
sich verloren vor.

Weitere Ergebnisse der Studien

Es ist also gar nicht selten, dass sich eine Frau, deren Beziehung
gescheitert ist, auf dem Sofa sitzt. Schokolade und Rotwein zu sich nimmt
und sich kitschige oder traurige Filme ansieht. Bridget Jones lässt grüßen!

Und natürlich darf eine stundenlange Analyse des Wie und Warum nicht
fehlen.

Männer hingegen tun vor allem eines: Sie lenken sich ab. Mit Sport, mit den
neuesten Fußballergebnissen. Mit ihrer Arbeit. Und auch mit anderen Frauen.

Sie verarbeiten somit nicht. Und das verlängert ihren Herzschmerz umso
mehr.

Warum verhalten sich Männer und Frauen so unterschiedlich?

Nun, die Biologie ist in dieser Hinsicht die „Schuldige“. Denn Frauen
tendieren dazu, grundsätzlich mehr in eine Partnerschaft zu investieren.
Das hat auch seinen Grund: Schließlich kann es zu einer Schwangerschaft
kommen. Selbst, wenn es nur eine lockere Romanze war.

Augen auf bei der Partnerwahl, können wir da nur sagen. Und man (bzw. frau)
muss dann natürlich schauen, dass es hält. Nicht dass sie am Ende alleine
da steht. Während der Kindesvater sich längst aus dem Staub gemacht hat.


Liebeskummer : Frauen leiden mehr?

Schauen wir diese These mal genauer an. Und überprüfen sie!

Stimmt das? Dass Frauen mehr als Männer leiden? Dass Männer weniger
Probleme damit haben, wenn die Beziehung zerbricht?


Die These ist: Frauen leiden sehr viel mehr unter Herzschmerz

Lasse mich an dieser Stelle noch einmal die These wiederholen. Diese
lautet:

Frauen leiden mehr. Länger. Und heftiger. Eine Welt bricht für sie
zusammen. Und Männer? Die haben kein (großes) Problem damit. Sonst würden
sie sich ja nicht gleich in die nächste Beziehung stürzen…


Die Wahrheit, Teil I: Frauen leiden stärker unter Liebeskummer

Fakt ist: Sobald die große Liebe zerbrochen ist, bricht eine Welt zusammen.
IMMER! Und das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Das Geschlecht
spielt somit keine Rolle.

Schließlich gilt für beide gleichermaßen: Man hat so viel in die Beziehung
investiert und hineingesteckt. So viele Gefühle, Taten, Geschenke, Energie
und Zeit. Mit der Beziehung waren so viele Hoffnungen, Erwartungen Wünsche
und Träume verknüpft. Das alles hat sich nun mehr oder weniger in Luft
aufgelöst. Ist null und nichtig.

Man steht jetzt alleine da. Muss den Anderen los lassen. Sich an den
Gedanken gewöhnen, von nun an alleine durchs Leben zu gehen. Oder zumindest
ohne diese eine Person. Das tut unendlich weh! Und das ist auch sehr
verständlich…

Meine Beobachtungen haben gezeigt: Frauen geht es im Durchschnitt
tatsächlich unmittelbar nach der Trennung schlechter. Doch Männer leiden
dafür umso länger.


Die Wahrheit, Teil II: Männer leiden deutlich länger als Frauen unter
dem Herzschmerz

Bei Männern ist es so: Sie können sich oftmals nur schwer oder gar nicht
dieser Situation zu stellen. Sie könne sich nicht mit ihrem großen Kummer
auseinander setzen. Oder nur ansatzweise.

Warum? Weil sie sich dazu (unterbewusst) nicht in der Lage sehen. Weil sie
in gewisser Weise eine große Angst vor all ihren Emotionen haben. Davor,
dass diese Gefühle einfach zu stark zum Aushalten sind. Deshalb neigen
Männer dazu, diese Gefühle zu verdrängen. Doch umso länger haben sie dann
zu kämpfen…

(Im dritten Kapitel kommen wir darauf noch einmal zurück.)


Frauen Liebeskummer – Bedeutung und Gefühle?

Was bedeutet der Liebeskummer eigentlich für Frauen? Verschiedenes – so
viel soll an dieser Stelle schon mal verraten werden.


Liebeskummer bedeutet erstens : Träume, Hoffnungen und Wünsche
zerplatzen

Das hat auch mit unserem Gehirn und unserem Denken zu tun. Denn nach dem
Aus verändern sich bestimmte Bereiche in unserem Gehirn.

Die Konsequenzen davon?

  • Du fühlst Dich völlig ohne Kraft und Antrieb.

  • Du verspürst keinen Mut und keine Zuversicht mehr.

  • Du hast nur wenig bis gar keinen Appetit.

  • Oder Du hast Heißhunger.

  • Du kannst kaum noch schlafen.

  • Usw.

Das erinnert an eine posttraumatischen Belastungsstörung. Und das kommt
nicht von ungefähr. Denn für viele Betroffene bedeutet die Trennung das Aus
ihrer Träume, Hoffnungen, Vorstellungen. Und den Erwartungen, die mit
diesem einen Partner verbunden waren.


Liebeskummer bedeutet zweitens: Man muss sich neu orientieren

Für viele kommt die Trennung einer Art „Vernichtung“ gleich. Besonders
dann, wenn man sich völlig auf die Beziehung konzentriert und fokussiert
hat. Und wenn andere Bereiche des Lebens vernachlässigt wurden. (wie zum
Beispiel Freunde, Hobbys und die Familie, …) Wenn man kein Individuum mehr
war. Sondern „nur“ noch Teil eines Paares,

Nun existiert dieses Paar aber nicht mehr. Die Folge:

  • Man hat das Gefühl, nichts mehr zu haben.

  • Man kann den Alltag kaum noch oder nicht mehr bewältigen.

  • Vielleicht gibt man sogar seinen Job auf, weil es nicht mehr geht.

  • Verliert seine Wohnung. Etc.

(mehr zu diesem Thema unter interfe.net/was-ist-liebeskummer)


Liebeskummer bedeutet drittens: weitere Faktoren kommen mit hinzu

Die Stärke des Liebeskummers bei den Frauen hängt von verschiedenen
Faktoren ab.

Eigenständigkeit des Betroffenen ( eigene Hobbys,
Interessen, Freunde, …)

Eigenständigkeit von dem (Ex) Partner

Gesellschaftliches Geschlechterbild („dürfen“ Frauen bzw.
Männer leiden?)

Jeweilige biologische Prägung

Individuelle Vorprägung (vorherige Erfahrungen mit
Trennungen, wie negativ diese waren…)

Grad der persönlichen Selbstliebe (kann man jetzt für sich
selbst sorgen? Gut zu sich selbst sein?)



Was sind typische Gefühle für Frauen bei Herzschmerz?

Frauen haben nach dem Aus oftmals ganz bestimmte Gefühle. Vor allem jene:


Typische Gefühle bei Herzschmerz sind für Frauen vor allem Angst und
Trauer

Dies haben wir im Laufe der Zeit immer wieder beobachtet. Darüber hinaus
gibt es weitere „typisch weibliche“ Emotionen, wenn die Liebe zerbrochen
ist:

  • Wut („Für was habe ich so viel an Zeit, Energie, Gefühlen,… in
    die Beziehung investiert?“)

  • Sorge (um die Zukunft, um gemeinsame Kinder, um sich selbst….)

  • Angst („schaffe ich es überhaupt, alleine klar zu kommen?“)

  • Trauer („warum musste es ausgerechnet mir und jetzt passieren?“)

  • Sehnsucht („warum kann er jetzt nicht einfach bei mir sein?“)

Diese Gefühle beobachten wir bei den meisten Frauen. Doch kommt es
natürlich immer auf die jeweilige Situation drauf an. Diese ist immer
anders! Weil jede Frau anders und einzigartig ist.


ABER: Nicht jede Frau lebt bei Liebeskummer die Gefühle aus

Es stimmt also nicht zwangsläufig, dass jede Frau immer ihre Gefühle nach
dem Aus heraus lässt. Denn: Nicht alle Frauen haben den gleichen Zugang zu
den Gefühlen. Deshalb kommt es immer mal wieder vor, dass eine Frau den
Liebeskummer lieber verdrängt. Sich zum Beispiel ins Partyleben stürzt, Mit
Männern flirtet. Das ein oder andere Glas Wein zu viel trinkt. Etc. Es gibt
also immer individuelle Unterschiede!


Was sind die typischen Gefühle für Männer bei Liebeskummer?

Männer leiden vor allem unter den folgenden Emotionen.


Typische Gefühle für Männer bei Liebeskummer sind vor allem Wut und
Orientierungslosigkeit

Sowie

  • innere Leere

  • und Angst vor dem Alleinsein

Aber darüber hinaus kommt es noch auf weitere Faktoren an:



Die Gefühle bei Liebeskummer hängen von dem individuellen Charakter ab

Besonders bestimmte Charaktere haben es bei Liebeskummer sehr schwer. Und
zwar in folgenden Situationen:

Situation 1: Angst davor, sich zu öffnen

Und sein Innerstes zu zeigen. Die verletzliche Seite von sich. Sich
jemandem anzuvertrauen. Man könnte ja verletzt oder zurückgewiesen werden.

Die Folge: Man tut so, als sei alles gut. Als sei überhaupt nichts
passiert. Als sei man gerade nicht verlassen worden.

Diese Taktik funktioniert vielleicht für einen kurzen Moment. Aber
langfristig tut man sich damit keinen Gefallen. Im Gegenteil!

Situation 2: es gibt kein soziales Netz

Ein Netz, das aus Freunden, Verwandten sowie weiteren wichtigen
Bezugspersonen besteht. Ein Netz, das einem im Notfall auffängt.

Besonders jetzt, in dieser schwierigen Zeit ist das unendlich wertvoll und
wichtig. Allein schon das Wissen, nicht allein zu sein! Dieses Bewusstsein:
„Es gibt um mich herum diese und jene Personen, an die ich mich jetzt
wenden kann.“ Wenn dem nicht so ist, fühlt man sich schnell allein
gelassen. Und einsam. Ohne jeglichen Halt und Unterstützung.

Man kann mit keinem über sich und seine Situation reden. Sich nicht
aussprechen. Auch dies trägt dazu bei, dass man den Liebeskummer als
besonders belastend empfindet!

Situation
3:
man achtet nicht auf sich

Aus Mangel an Selbstliebe. Vielmehr bestraft man sich noch – mittels von
Vorwürfen etc.

Doch gerade jetzt wäre es so wichtig, sich selbst und das eigene
Wohlbefinden an erste Stelle zu setzen. Gut zu sich zu sein. Im Großen wie
auch im Kleinen.

Das zu tun, was gut für einen ist. Geduldig und verständnisvoll sich selbst
gegenüber zu sein. Kann man dies schaffen und umsetzen, ist schon sehr,
sehr viel im Kampf gegen den großen Herzschmerz gewonnen.

Wenn diese Selbstliebe jedoch fehlt: Dann ist die Situation noch einmal
schwerer zu bewältigen…


Die typischen Gefühle bei Liebeskummer hängen zudem vom Charakter des
Ex-Partners ab

Du bist Dir ein wenig unschlüssig, was Du darunter verstehen sollst? Hier
zähle ich Dir mal einige Situationen auf:

Situation 1: dein Ex Partner war abhängig von Dir

In diesem Fall hat man oftmals ein schlechtes Gewissen dem Anderen
gegenüber. Man denkt, dass man den Anderen im Stich gelassen hat. Obwohl es
einem selbst nicht (mehr) gut in der Beziehung ging.

Lasse mich das noch ein wenig ausführen: Nicht wenige Personen brauchen das
Empfinden, das Gefühl, dass der Andere sie braucht. Es ist eine Art Macht,
für den Anderen gewissermaßen verantwortlich zu sein. Und diese Macht wird
geschätzt. (Das ist übrigens etwas, was tendenziell eher auf Männer
zutrifft).

Der Partner oder die Partnerin ist in diesem Zusammenhang „seelisch
anschmiegsam“. Du kannst mit diesem Begriff nicht so richtig etwas
anfangen? Dann hier ein paar typische Eigenschaften solcher Partner:

  • Sie sind von ihm oder ihr, dem Partner oder der Partnerin abhängig.

  • Sie selbst hingegen sind kaum bis gar nicht eigenständig.

  • Ihr Charakter kann leicht geformt werden.

  • Das Glück des Anderen jedoch hat für sie oberste Priorität.

  • Sie passen sich in hohem Maße an den Anderen an.

  • Versuchen alles, um diesen zufrieden zu stellen. Und es ihm recht
    zu machen.


Situation 2: Man selbst war (sehr) abhängig vom Ex Partner

Es gibt natürlich auch die umgekehrte Situation: Dass man sich selbst im
Laufe der Beziehung immer mehr an den Anderen, also an den oder die Ex,
angepasst hat. Bis man irgendwann an dem Punkt war, dass man sich fast
vollständig aufgegeben hat.

Die eigenen Interessen wurden bzw. werden kaum noch wahrgenommen.
Geschweige denn ausgelebt. Jene es Anderen sind einfach wichtiger.

Doch wenn ist es aus. Und man steht da – alleine. Hat das Gefühl, überhaupt
nichts, rein gar nichts, in der Hand zu haben. NICHTS mehr darzustellen und
zu sein…



Die Gefühle bei Liebeskummer hängen immer von der jeweiligen Situation ab

Noch weitere Faktoren bestimmen die Intensität unseres Herzschmerzes. Auch
hier wollen wir uns das mal genauer ansehen:


Die Gefühle bei Liebeskummer hängen von den Umständen des Aus ab

Wie kam es zur Trennung? Von wem ging diese eigentlich aus? Geschah sie
einvernehmlich, in gemeinsamer Entscheidung? Oder wurde der eine vom
anderen (scheinbar) plötzlich verlassen?

Situation 1: Man wird vom Anderen verlassen

Wenn dies der Fall ist, ist es besonders schwer, mit all dem, mit der
Trennung fertig zu werden. Vor allem, wenn das Aus für den Verlassenen
völlig unvermittelt kam. Wenn er für den Anderen noch große Gefühle hatte.
Es kann sehr lange dauern, das zu überwinden…

Situation 2: Man hat den Anderen verlassen

In diesem Fall ist bzw. wird es einfacher, mit dieser Situation klar zu
kommen. Das ist auch logisch, nicht wahr?

In manchen Fällen wird vielleicht gar kein Liebeskummer zu verspüren sein.
Oftmals ist es aber so, dass man mit ein wenig Wehmut und Traurigkeit an
alles, an den oder die Ex sowie an die Beziehung zurück denkt.

Auch, weil man gemeinsam so vieles erlebt und miteinander geteilt hat. All
das geht natürlich nicht spurlos an einem vorbei!

Deshalb ist ein gewisser Liebeskummer festzustellen. Auch, wenn dieser
lange nicht so lange und heftig ausfallen wird wie in Situation.


Situation 3: Beide haben sich entschieden, sich von dem Anderen zu
trennen

Häufig war es in diesem Fall so: Es war mehr oder weniger abzusehen, dass
es so weit kommt. Die Trennung war nicht selten nur eine Frage der Zeit.

Dennoch trauert man häufig. Um die Vorstellung vom ewigen Glück mit diesem
einen Menschen. Darum, dass man es gemeinsam mit dem Anderen nicht besser
hin bekommen hat.

Darum, dass so viele Träume, Hoffnungen und Wünsche zerplatzt sind.

Und das alles führt dazu, dass ein gewisser Liebeskummer zu spüren sein
wird. Auch wenn dieser vielleicht schneller vergeht.


Die Gefühle bei Liebeskummer außerdem davon ab, wie die Trennung
verlaufen ist

Damit ist gemeint: Kam die Trennung sehr überraschend? Oder hatte sich das
Ganze abgezeichnet? Auch hier wollen wir die jeweiligen Situationen genauer
vorstellen!

Situation 1: Die Trennung zeichnete sich ab

in diesem Fall kann man sich gewissermaßen darauf einstellen. Vielleicht
sogar ein wenig darauf vorbereiten. (Was natürlich nicht bedeutet, dass man
gar nicht unter der Trennung leidet.) Aber man versucht, sich zu wappnen.
Sich darauf einzustellen.

Und: Die Analyse wird leichter gelingen. Man wird schneller erkennen, dass
es Gründe dafür gab, dass es nicht geklappt hat. Weil schon vorher gewisse
Probleme in der Partnerschaft bestanden.

Das wiederum erleichtert es, die Trennung für sich zu akzeptieren. Und die
Beziehung selbst nicht im Nachhinein zu idealisieren.

Situation 2: Die Trennung kommt völlig unerwartet

Man hat damit überhaupt nicht gerechnet. Wird eiskalt erwischt.

Vielleicht fand man selbst die Beziehung perfekt. Zumindest mehr oder
weniger. Deshalb hätte man selbst niemals die Beziehung beendet.

Nun aber ist es aus. Man kann das erst einmal noch gar nicht glauben. Nicht
akzeptieren. Und man weiß einfach nicht, wie man das alles bewältigen und
überstehen soll. Tut es doch so weh…


Die Gefühle bei Liebeskummer hängen auch von der Dauer der Beziehung ab

Klar: Dauerte die Beziehung nur ein paar Wochen, war es nur eine kurze
Affäre: Der Liebeskummer wird dann meist nicht so lange sein. .

Situation 1: Es war eine langjährige Partnerschaft

In diesem Fall hat man mit dem Anderen ein starkes Band entwickelt. Auch,
weil man einfach so lange und so vieles geteilt hat. Erinnerungen,
Erfahrungen. All das verbindet.

Und es ist für viele dann umso schwerer, darüber hinweg zu kommen. Und los
zu lassen.

Situation
2:
Es war eine kurze
Partnerschaft

Oftmals ist es so, dass sich die Emotionen bzw. die Liebe noch nicht
vollständig entwickelt haben. Es bestand noch nicht jene innige
Vertrautheit, welche so häufig bei langjährigen Paaren zu beobachten ist.
Und auch nicht dieses wortlose Verstehen. Dafür war einfach noch nicht
genug Zeit…

Nicht selten war es eher eine stürmische Romanze. Und der Liebeskummer wird
in solchen Fällen nicht so lange anhalten wie eben im ersten Fall. (Damit
will ich nicht sagen, dass es leichter ist. Doch spreche ich davon, dass es
bei den meisten so ist).

Es gibt noch mehr Aspekte hinsichtlich der Frage, wie verschieden Männer
und Frauen mit dem Liebeskummer umgehen. Welche das eigentlich sind, das
möchte ich Dir im nächsten Abschnitt genauer zeigen:


Liebeskummer Unterschiede zwischen Frauen und Männern



Welche Unterschiede bei Herzschmerz gibt es zwischen Männern und Frauen?

Unterschied
Nummer
1: Frauen leiden
s
tärker als Männer
bei Liebeskummer. Und zwar
körperlich

Auf diesen Punkt bin ich weiter oben ja bereits eingegangen. Lasse mich das
an dieser Stelle aber noch ein wenig ausführen: Der Liebeskummer findet
neben der emotionalen auch auf der körperlichen Ebene grundlegend statt.
Was interessant ist: Frauen berichten, dass dieses körperliche Leiden sehr
stark ausgeprägt ist. Und dass sie den Schmerz als sehr intensiv
wahrnehmen.

Vielleicht, weil sie dünnhäutiger sind? Im wahrsten Sinne des
Wortes? Was dann passiert, habe ich hier in Stichpunkten für Dich
festgehalten:

  • Der Schmerz geht Frauen oftmals an die Nieren.

  • Oder er schlägt ihnen auf den Magen. (Du siehst: Diese Sprichwörter
    haben wirklich ihren Grund.)

  • Der Schmerz verleitet Frauen dazu, mehr bzw. zu viel zu essen.
    Gerade Seelentröster wie Schokolade, Wein, Kekse, und Co stehen nun
    hoch im Kurs. ….

  • Sie brechen bei Liebeskummer auch leichter in Tränen aus.


Unterschied 2: Frauen haben einen besseren Zugang zu den Emotionen

Denn für sie sind Weinen, Trauer, alle weiteren Emotionen normale
Bestandteile des Trennungsprozesses. Diese Gefühle haben also ihre
Berechtigung. Und dürfen und sollen raus.

Natürlich nehmen sie ihr Leid dadurch bewusster und stärker war. Aber: Sie
sind dafür schneller über den Berg. Können sich wieder rascher der
Zukunft zuwenden.


Unterschied 3: Frauen haben ein echtes Bedürfnis, über ihren
Liebeskummer zu reden

Frauen müssen (und wollen es auch) über den Liebeskummer, über ihre
derzeitige Situation, reden. Und das tun sie auch. Mit deshalb, weil sie
dieses starke soziale Netz haben. Das sie jetzt, nach der Trennung,
auffängt.

Die Betroffene weiß: Sie kann jetzt jederzeit die (beste) Freundin anrufen.
Oder jemand anderen, der ihr wichtig ist. Es ist egal, ob das zum sechsten
oder vielleicht zum sechzigsten Mal geschieht. Darauf kommt es nicht an.

Allein das ist solch ein wertvolles Wissen. Und es hilft ihr dabei hilft,
den Liebesschmerz noch besser zu überwinden.


Unterschied 4: Frauen denken darüber nach, warum es so ist, wie es ist

Auch dies ist ihnen ein echtes Bedürfnis. Denn sie wollen einfach wissen,
warum es kam. Warum die Partnerschaft eigentlich scheitern musste.

Diese Zeit der Analyse braucht es für sie einfach. Selbst wenn das
bedeutet, dass sie sich erst einmal mit kaum etwas anderem beschäftigen
können.


Unterschied 5: Männer neigen eher dazu ihren Liebeskummer zu verdrängen

Sie lenken sich stattdessen mehr oder weniger bewusst von ihrem Kummer ab.
Sie treiben jetzt nun sehr viel Sport. Sie arbeiten nun sehr viel. Oder sie
stürzen sich gleich in eine neue Beziehung.

Nicht selten haben sie unterbewusst dieses Gefühl: Sie müssen so
tun, als sei alles gut. Sie müssen sich beweisen, sich dem Leben oder dem
männlichen Konkurrenzkampf stellen. Sie müssen auf die Pirsch gehen. Weil
das quasi erwartet wird. Und nicht selten tun sie das, weil sie eine
unterbewusste Angst vor dem Alleinsein haben..


Unterschied 6: Frauen kommen rascher über den Herzschmerz hinweg

Auch, weil sie die eigene Gefühlslage besser beschreiben und diese
treffender analysieren können. Weil sie somit rascher zu für sie wichtigen
Erkenntnissen kommen. Männer hingegen tun sich damit meist schwerer. Auch,
weil nicht selten Rollenklischees und Erziehung dazu führen, dass sie
ungeübter darin sind. Und es sich im Endeffekt weniger (zu)trauen.

Auf diese Weise findet jedoch keine offene Auseinandersetzung mit der
Situation, mit dem Liebeskummer statt. Die Folge: Männer leiden deutlich
länger. Während Frauen nicht selten schon sehr viel weiter sind.


Fazit

Liebeskummer nimmt JEDEN von uns mit. Egal, ob man nun ein Mann oder eine
Frau ist. JEDER leidet darunter. Jeder empfindet ähnliche Gefühle.

Es spielen zudem immer die individuellen Umstände eine Rolle. Und letzten
Endes hängt es deshalb von dem Individuum ab. Ob er die Trennung als Chance
sehen kann. Und ob er jetzt in der Lage ist, sich um sich selbst zu
kümmern. Etc..