Du und Dein Partner, Deine Partnerin: Ihr beide habt gerade große Probleme? Und doch kannst und willst Du Dich nicht von ihm oder ihr trennen?

Weil die Angst vor Trennung bei Dir so irrsinnig groß ist? Weil Du einfach nicht weißt, wie Du alleine zurecht kommen sollst?

Ich kenne diese Angst. Und ich glaube, sehr, sehr vielen, ach, den allermeisten Menschen auf dieser Welt geht es ebenso! Denn diese Angst ist so menschlich. Sie ist tief, tief in uns verankert.

Doch, und das ist die gute Nachricht. Sie lässt sich überwinden. Du kannst etwas dagegen tun! Was das ist? Das möchte ich Dir in diesem Beitrag zeigen. Lass es uns daher angehen!

Was Dich konkret in diesem Text erwartet? Das hier:

1) Wie Du der Angst vor einer Trennung begegnen und sie überwinden kannst.

2) Wie du die Angst vor einer Trennung erfolgreich überwindest

3) Was bei einer Angst vor Trennung mit Kind zu tun ist.

4) Was bei einer Angst vor Trennung aus finanziellen Gründen wichtig ist.

5) und was bei einer Angst vor Trennung ohne Grund.

6) zum Schluss noch ein kleines Fazit!!


 

Angst vor Trennung


Angst vor einer Trennung ist oft unbegründetViele Menschen leiden darunter. Mehr als man glaubt. Denn wie gesagt: Die Angst vor einer Trennung ist so, ja, menschlich. JEDER oder zumindest fast jeder kennt sie daher! Führe Dir das ruhig vor Augen. Denn Du bist nicht allein. Im Gegenteil!

1. Verstehe, wovor diese Angst vor einer Trennung kommt

Oft ist es nicht die Angst vor einer Trennung, sondern liegt tiefer – erkenne daher unter welcher wahren Angst du leidest.

Oftmals stecken hinter dieser Angst nämlich andere Ängste. Ängste, die ihren Ursprung nicht selten in der Kindheit haben. In persönlichen Erfahrungen, die wir im Laufe der Zeit gemacht haben. Erfahrungen, die uns geprägt haben. Die entscheidend für uns waren.

Hier ein Beispiel: Vielleicht haben sich Deine Eltern getrennt, als Du noch ein Kind warst. Du hast darunter sehr gelitten. Und deshalb unbewusst eine Angst vor dem Verlassen werden entwickelt. Diese Angst kommt gerade jetzt wieder hoch.

 

Eine andere Angst ist jene vor dem Alleinsein, vor der Einsamkeit. Schauen wir sie uns im nächsten Abschnitt einmal genauer an:

1. Angst vor einer Trennung und dem Alleinsein

Angst vor einer Trennung kommt oft aus Angst vor EinsamkeitDie Angst davor alleine zu sein. Solange wir nicht getrennt sind, ist diese Angst weg – ist auch logisch, nicht wahr? Denn wir haben diesen jemanden an unserer Seite. Der uns vor der Angst gewissermaßen schützt.

Der sie klein hält. Umso mehr wollen wir dann an der Beziehung festhalten. Auch, wegen dieser Angst, die oft unbewusst ist. Selbst, wenn es bereits das ein oder andere Problem in der Beziehung gibt. Wenn es nicht wirklich gut läuft. Doch verschließen wir davor die Augen.

Dabei ist diese Angst eigentlich unbegründet. Denn: Wir werden nicht einsam werden. Allein schon deshalb, weil wir so viel wertvolle Unterstützung in unserem sozialen Umfeld haben! Freunde, die Familie. All jene, die uns trotz allem so nehmen und lieben, wie wir sind.

Doch die Folgen, trotz Problemen wegen dieser Angst zusammen zu bleiben, ist jene: Sie wird aufrecht erhalten. Wir leben eine Angst, die oft unnötig und unbegründet ist.

1.) Spreche diese Angst aus

Werde Dir ihrer bewusst. Das ist wichtig!Und ein erster Schritt hinaus aus ihr…

2.) Werde bewusst sozialer und connecte dich mit anderen Menschen

Denn wie gesagt: Um Dich herum, in Deinem Umfeld, gibt es so viele tolle Menschen. Die Dich lieben und wertschätzen. Die Dich so nehmen, wie Du bist. Bei denen Du Dich einfach wohlfühlst. Warum sich dieses schöne Gefühl versagen?!?

3.) Die Angst wird vergehen

Sie wird so immer kleiner werden. Bis sie gar nicht mehr da ist. Das kannst Du mir glauben!

2. Angst davor abgewiesen zu werden

Angst vor Trennung kommt oft aus Angst vor AbweisungDu wurdest in der Vergangenheit oft verletzt. In der Folge wächst in dir die Angst, dass genau das wieder passiert. Es ist normal! Hier hilft vor allem Reden.

1.) Angst aussprechen

Auch hier solltest Du Dir zunächst dieser Angst bewusst werden. Sie dann aufschreiben. Oder mit jemandem darüber sprechen. Das macht die Angst greifbarer. Und besiegbar.

2.) Positive Referenzerfahrungen immer wieder hochholen (im Gedächtnis) wenn diese Angst hochkommt.

Welche schönen Erfahrungen hast Du in dieser Hinsicht gemacht? Führe sie Dir vor Augen! Es gibt so vieles Schönes in Deinem Leben, glaube mit! Das Dir viel, viel Kraft gibt..

3. Angst, weil sich der Partner oder die Partnerin immer mehr distanziert

Distanz kommt vor – muss aber nichts Schlimmes bedeuten! Und nicht mit Dir in Zusammenhang stehen. Denn: Vielleicht ist es bei ihm oder ihr gerade einfach ein wenig stressiger. Er oder sie steht unter Strom. In der Arbeit zum Beispiel. Und kann einfach gerade nicht mehr geben. So gerne er oder sie das auch wollen würde…

Was tun? Hier sind meine Tipps für Dich!

1.) Bleibe ruhig und baue keinen Druck auf

Atme erst einmal tief, tief durch. Und gehe rational an die Sache heran. Denn wie gesagt: Vielleicht steckt ja ein ganz anderer Grund dahinter. Einer, der nichts mit Dir und mit Eurer Beziehung zu tun hat.

2.) Erzeuge mit ihm oder ihr einen wundervollen Abend voller Spaß

Vielleicht ist diese wunderbare Leichtigkeit, die einst zwischen Euch herrschte, längst verloren gegangen. Höchste Zeit daher, sie wieder in Dein, in Euer Leben zu holen! (Zumal er oder sie mit Sicherheit auch sehr froh darüber sein wird. Besonders jetzt.)

Habt daher Spaß miteinander. Auf welche Weise auch immer. Dir wird da schon was einfallen..;)

3.) Wenn ihr euch zusammen richtig wohl fühlt, spreche diese Angst und deine Befürchtungen aus

Sei dabei offen und ehrlich. Bitte mache ihm oder ihr keine Vorwürfe. Spreche von DIR, von Deinen persönlichen Empfindungen. Also in Ich Botschaften. Höre ihm oder ihr auch wirklich zu. Sei bereit, auch seine oder ihre Sicht der Dinge zu sehen. Das ist jetzt sehr, sehr wichtig!

4.) Findet eine Lösung – die in den Alltag passt!

Und zu Euch beiden natürlich. Am besten ist es, wenn Ihr diese Lösung gemeinsam erstellt. Mithilfe eines Plans. Je konkreter dieser Plan, umso besser!!

4. Angst weil sich eine Beziehungskrise anbahnt

Dann hilft oft nur eines:

1. Reden

Angst vor Trennung wegen einer beziehungskriseUnd zwar einmal mehr offen und ehrlich. Mit Verständnis für die Position des Anderen. Hört einander zu. Macht Euch keine Vorwürfe. Seid nicht zu emotional. Erpresst den Anderen nicht. All das ist sehr wichtig für ein gutes Gespräch!!

2. Gemeinsame Lösung finden

Wichtig ist, dass einer von beiden die Zügel nimmt und das Gespräch sucht. Kein Druck. Deeskalierend. Und suche die Ursache für die Krise. Setze dort an. Offen und ehrlich!!

Angst vor Trennung überwinden

Angst vor Trennung wegen der vergangenheitImmer reden und nochmals reden! Das ist das A und O. Habe bitte keine Angst davor, ihn oder sie zu verlieren. Denn oftmals ist diese Angst nur in Deinem Kopf vorhanden. Es besteht kein Grund für sie!

Und sie kann so viel kaputt machen. Glaube mir, das musste ich leider schon so oft beobachten!!

Warum das Reden hilft? Nun, weil die Angst auf diese Weise offen ausgesprochen wird. Weil sie so greifbar wird. Und nicht wie der berühmte pinke Elefant im Raum ist. Der zwar da ist, doch tot geschwiegen wird.

Zumal Dein oder Deine Partner/in so die Möglichkeit hat, zu reagieren. Auf Dich und auf Deine Angst einzugehen. Sie zu zerstreuen, zunichte zu machen. Dies alles kann Euch noch näher zueinander führen. (Wieder) diese Verbundenheit, diese Innigkeit zwischen Euch schaffen. Die so wichtig für eine gute Beziehung ist.

Also: Habe bitte keine Scheu davor, Dich ihm oder ihr gegenüber zu öffnen. Auch anderen Menschen, denen Du vertraust. Bei denen Du weißt: „Ich kann das alles erzählen.“ Durch die neutrale Sicht von außen erhältst Du oftmals so wertvolles Feedback! Und erkennst, wie unbegründet Deine Ängste eigentlich sind.

Angst vor Trennung mit Kind

Es gibt keinen Grund, denn:

Selbst, wenn Ihr beide Euch trennen solltet: Es gibt so viele Hilfsangebote für Alleinerziehende. Zum Glück! Und Du hast auch in Deinem persönlichen Umfeld mit Sicherheit reichlich Unterstützung.

Denke nur mal an das Gegenteil: Ihr beide bleibt zusammen. Obwohl die Beziehung längst nicht mehr schön ist. Obwohl es eigentlich aus ist. Doch nur wegen Eurem Kind. Das schafft Spannungen. Und diese Spannungen wird auch Dein Kind spüren! Denn Kinder sind nun mal sehr sensibel.

Und es wird darunter leiden. Sich selbst vielleicht die Schuld geben. Und nicht selten kann es nun zu Auffälligkeiten in seinem Verhalten kommen. Das kann keine Lösung sein….

Angst vor Trennung – finanziell

Es gibt keinen Grund, denn:

Auch hier gibt es so viele Hilfsangebote. Von Seiten des Staates etwa. Und auch Dein Umfeld wird Dich in dieser Hinsicht sehr gerne unterstützen. Wenn Du sie fragst.

Informiere Dich daher online über die finanziellen Stützen. Die Dir zustehen! Lasse Dich in diesem Zuge auch gerne von einem Experten beraten. Entlaste Dich so gut es geht. Informiere Dich gründlich vorab. Allein schon dies wird Deine Angst in Schach halten können!

Auch hier hilft zudem, sich das Gegenteil vorzustellen: Willst Du wirklich in einer lieblosen und toten Beziehung gefangen bleiben? Nur wegen des Geldes? Hoffentlich nicht! Zumal auch Dein Partner, Deine Partnerin das unbewusst spüren wird. Dann lebst Du vielleicht weiterhin in einem schönen, großen Haus, mit Pool und Co. Aber glücklich bist Du nicht. Im Gegenteil!!

Angst vor Trennung – ohne Grund

Hier gilt:

1.) Ansprechen und Ängste offen darlegen!

Und ehrlich, das natürlich auch. Auf diese Weise kann er oder sie Dich und Dein Verhalten besser verstehen. Auf diese Weise kann er oder sie auch besser helfen. Und Deine Angst zerstreuen, sie zunichte machen. Allein schon dies bewirkt oftmals eine große Erleichterung. Habe daher keine Angst vor diesem Gespräch. Denn es ist so wichtig. Und zwar für Euch beide! Für Eure Beziehung!!

2.) Den Partner oder die Partnerin nicht damit belasten

Ja, ZU viel belasten solltest Du ihn oder sie natürlich auch nicht. Renne also nicht mit jeder kleinsten Befürchtung zu ihm oder zu ihr.

Versuche, nicht ZU emotional an die Sache heran zu gehen. Sondern erst einmal tief, tief durchzuatmen. Die Sache nüchtern zu betrachten.

Gehe in Dich. Und frage Dich, möglichst rational: Wie begründet ist diese Angst wirklich? Was für Anzeichen gibt es? Erstelle ruhig eine Pro und Contra Liste! Gerne zusammen mit einem guten Freund, einer guten Freundin. Einer Person, der Du vertraust. Sie wird Dir ebenfalls wertvolles Feedback geben können. Zumal man von außen oftmals mehr sieht…

3.) An dieser Angst arbeiten

Und zwar Schritt für Schritt. Überlege Dir, gerne auch gemeinsam mit jemandem: Wie kannst Du dieser Angst begegnen? Steckt vielleicht mehr dahinter? Denn selbst wenn einem auf Anhieb kein bestimmter Grund einfällt: Irgendetwas bewirkt ja, dass diese Angst auftaucht. Häufig andere Ängste, die tief(er) in uns vergraben liegen. (Weiter oben habe ich diese Beispiele ja schon genannt.)

Frage Dich daher: Gibt es auch bei mir diese Ängste? Wenn ja, welche sind es?

4.) Lösung für diese Ängste finden

Denn eine Lösung für diese Ängste gibt es! Glaube mir! Keine Angst ist so groß, als dass sie niemals besiegt werden könnte. Und: Du bist auf jeden Fall stark genug dafür, das zu tun. DU hast es also in der Hand!!

Packe es an. Warte nicht länger damit. Sonst wird die Angst nur noch größer. Bis sie Dich und Dein Denken, Handeln und Fühlen völlig dominiert. Das willst Du doch nicht, oder?!?

 

Fazit

Ängste können uns ganz schön in ihrem – leider nicht selten sehr festen – Griff haben. Dann nämlich, wenn wir sie tot schweigen. Wenn wir sie verdrängen. Uns nicht mit ihnen auseinander setzen.

Dann wachsen sie umso mehr an. Verhindern so vieles. Und prägen uns, in unserem Denken, Fühlen und Verhalten.

 

Dazu gehört auch die Angst vor einer Trennung. Meist stecken dahinter andere Ängste. Die tiefer liegen. Denen wir uns vielleicht nicht bewusst sind. Ängste wie: vor dem Allein sein. Davor. Alleine nicht zurecht zu kommen. Angst vor Abweisung. Und so weiter.

Doch: Es ist so wichtig, sich diesen Ängsten bewusst zu werden. Denn so können wir ihnen begegnen. Etwas gegen sie tun. Und uns selbst besser verstehen.

Zumal diese Ängste oftmals so unbegründet sind. Allein schon das zu sehen, gibt viel Kraft! Und man kann endlich wieder unbeschwert sein. Sich auf das hier und jetzt einlassen. Auf die Beziehung. Und sie umso schöner gestalten.