Du wurdest verlassen? Und der Liebeskummer will einfach nicht nachlassen? Du bist auf der Suche nach schneller Heilung! Damit du endlich wieder glücklich bist und frei durchatmen kannst?

In diesem Beitrag zeige ich dir…

a.) wie du unterbewusst Trennungsschmerzen verarbeitest

b.) wie du durch dieses Wissen bewusst viel schneller verarbeiten kannst

c.) einen genauen Fahrplan, dem du Schritt für Schritt folgen kannst


Verlassen werden verarbeiten – Wie der Schmerz schneller nachlässt

Vorab: Wir verarbeiten die ganze Zeit unbewusst den Schmerz – deswegen dauert es viel länger

Wenn wir Liebeskummer haben, dann leiden wir. Mal mehr und mal weniger. Das ganze ist ein Prozess, der unterbewusst abläuft! So auch bei dir!

Wie verarbeiten wir die ganze Zeit den Trennungsschmerz?

Manchmal haben wir Heulattacken. Dann manchmal Bauchweh. Dann Depression… alles passiert unvorhersehbar und willkürlich! Das ist das Problem. Wir können einfach nicht kontrollieren, wie wir den Liebeskummer verarbeiten müssen!

Warum dauert es viel länger als normal?

Wir wissen einfach nicht, was mit uns passiert. Was der tiefere Auslöser für unseren Kummer ist. Wir wissen, dass es Liebeskummer ist. Aber nicht, ob wann wir warum aus Liebeskummer etwas fühlen und welche Symptome kommen können! Wir sind ausgeliefert!

So können wir schneller verarbeiten – durch bewusstes verarbeiten (Schritt für schritt Anleitung)

Wenn wir uns aber bewusst werden, dann können wir Liebeskummer viel schneller verarbeiten! Denn dann können wir den unterbewussten Prozess bewusst steuern und beschleunigen!

Vorab eine wichtige Info: Jeder Mensch verarbietet Liebeskummr anders

Jeder reagiert ander. Der eine aggressiv. Der andere introvertiert… Dessen müssen wir uns bei der Anleitung bewusst sein. Ich habe z.b immer viel geschlafen und war oft sehr traurig! Deswegen musst du als erstes herausfinden, wie du Liebeskummer verarbeitest. Folge dafür dieser Step by Step Anleitung!

1. Schritt) Aufschreiben, wie du auf Liebeskummer reagierst!

Schreibe als erstes genau auf, wie auf Liebeskummer reagierst! Einfach alles. z.b: Ich schlafe viel. Ich esse wenig. Ich heule viel, ich schauspieler meinen Liebeskummer weg, ich denke oft schlecht über mich… usw!

2. Schritt) Unterteilen in Dinge, die man macht, fühlt und denkt

Unterteile jetzt alles in 3 Kategorien! In Dinge, die du machst, denkst und fühlst! Wichtig: Schreibe die Dinge raus, die du ganz bewusst immer wieder machst – oder die einfach total typisch für dich sind. Z.b: Ich war wütend auf die anderen Person und dann hatte ich Selbstmitleid. Dann habe ich wieder in „Überliebtheit“ verziehen… Doch ganz besonders oft war ich wütend! → dann solltest du diesen Punkt aufschreiben.

Am Ende sollten für fühlen, denken oder handeln max. 2 Eigenschaften stehen!

3.) Schritt) Die bewusste Intensivierung dieser Eigenschaften durch gezielte Übungen

Jetzt geht es darum, dass du ganz bewusst diese Eigenschaften intensivierst! Worduch du alles deutlich schneller verarbeiten kannst! Folge dafür der unteren Anleitung!

Warum ist eine bewusste Intensivierung, um den Schmerz schneller zu verarbeiten so wichtig?

Wir verarbeiten unterbewusst durch unser handeln, denken und fühlen. Alles immer im Wechselspiel. Jeder Körper macht das auf seine Art!

Wenn wir nun diesen Prozess bewusst beschleunigen wollen, müssen wir auf allen 3 Ebenen bewusst und intensiver handeln! Eine Intensivierung ist also notwendig!

Wie intensivieren wir bewusst unsere Reaktionen auf den Liebeskummer, um den Schmerz schneller zu verarbeiten!

Wir können leider unsere Emotionen nicht bewusst steuern. Die ja den meisten Liebeskummer Schmerz auslösen! Und an die Emotionen sollten wir als erstes ran!

Wir intensivieren unsere emotionalen Reaktionen auf den Trennungsschmerz über das denken und handeln

Aber wir können unser Denken und Handeln steuern. Und unser handeln und denken beeinflusst die Emotionen. Und so können wir dann mit dem was wir denken und dem wie wir handeln unsere Emotionen steuern!

Wir müssen aus unserer Liste alles, was wir bei Liebeskummer denken und wie wir handeln heraussuchen

Beispiel 1:

Z.b bei denken: Ich denke sehr viel negativ über mich und rede mir ein ich sei nicht gut genug…

Z.b bei handeln: Ich schlafe sehr viel, Spiele viel am Computer und lenk mich ab

Beispiel 2:

Z.b bei denken: Ich denke immer negativ über den/die Ex und wie dumm er/sie doch ist

Z.b bei handeln: Ich werde schneller laut, aggressiv und bin oft am Sport machen

Wir müssen herausfinden, wie wir verarbeiten

Anhand der Beispiele:

Bei Beispiel 1 wird eher über die Trauer verarbeitet. Also sehr wahrscheinlich ein eher sensibler und introvertierter Mensch.

Bei Beispiel 2 eher über die Wut. Also sehr warscheinlich ein eher extrovertierter Mensch.

Bei dir: Du hast aus der Liste bereits entnommen wie du handelst! Und was du denkst! Das sind am Ende die Symptome unserer Emotion! Wie wir im besonderen emotional unsere Trennung verarbeiten! Was viel mit unserem Typ zu tun hat!

Für dich ist jetzt wichtig, dass du deine Eigenschaften (handeln, denken) einer tieferen Emotion zuordnest!

Hier ein paar typische Fallbeispiele – Am besten du gehst intuitiv vor!

1.) Wenn du z.b Heulkrämpfe bekommst und keinen Gedanken fassen kannst. Da aber ein Gefühl der Leere, des „nicht wahrhaben wollens“ bleibt… Dann verarbeitest du sehr stark mit dem Gefühl von „verdrängen“. Sprich, es schieben sich andere scheinbare Emotionen vor – aber eig. verdrängst du!

2.) Wenn du dir immerzu traurige Musik anhörst und du denkst, wie schön es gewesen war. Mit weinen und co. Dann verarbeitest du mit dem Gefühl der „Sehnsucht“.

3.) Wenn du wie irre anfängst zu tanzen und immer ihm/ihr die Schuld gibst. Dann verarbiest du viel mit Wut!

4.) Wenn du einfach anfängst zu heulen und immerzu denkst, wie sehr du ihn/sie geliebt hast und jetzt ist er/sie weg. Dann verarbeitest mit Trauer!

Folge immer deiner Intuition und finde das Gefühl hinter deinen Aktionen und Gedanken! Oft ist es so, das wir es mit 2-3 Gefühlen zu tun haben! Mehr sind es im Regelfall aber nicht. Denn jeder Mensch muss anders verarbeiten!

Du musst deine stärkste emotionale Reaktion auf den Trennungsschmerz nun intensivieren!

Jetzt geht es darum, dass du bewusst deine Reaktion intensivierst! Und dadurch kannst du den Prozess der Trennungsbewältigung viel schneller überwinden!

Was soll ich jetzt konkret tun, damit der Liebeskummer nachlässt?

Orientiere dich an dieser Tabelle! Hier zeige ich dir, was konkret du bei welcher Emotion jeden Tag tun solltest!

Wie verarbeitest du emotionalWas solltest du tun
Mit TrauerJeden Tag traurige Musik hören und dir alles von der Seele schreiben. Oder ein passendes Bild dazu malen! Kreativ deine Trauer ausdrücken! Deine Trauer bewusst rauslassen. Weinen ist erwünscht! Das würdest du sicher auch so machen. Aber mach es bewusst jeden Tag und intensiviere, indem du es noch öfter machst! Es wird Wunder wirken!!
Mit WutJeden Tag viel Sport machen. Tob dich richtig aus und lasse alles raus! Intensiviere, indem du noch härter noch mehr Sport machst!
Mit Panikgefühlen (ersticken Gefühl)Jeden Tag ganz viel mit vielen Menschen reden. Ggf auch einem Psychologen! Du frisst Dinge gerne in dich hinein. Rede so oft du kannst. Je mehr du redest, desto eher lässt der Schmerz nach!
Mit Liebe die zur Selbstaufgabe führtGanz bewusst die Stärke in dieser Fähigkeit erkennen. Und bewusst machen – z.b. durch Meditation, warum du einen besonderen Partner brauchst. Nicht jemanden wie den oder die Ex. Immer diesen Gedanken hochholen! Und du solltest dich viel mit anderen Menschen treffen und unterhalten!
HassSandsack nehmen und ein Bild von ihm oder ihr draufmachen. Und dann alles rauslassen! So oft es geht! Und nach einer Session bewusst innerlich dem anderen verzeihen. Und dir selbst!
Du fühlst nichts mehrDu verdrängst! Und das immer wieder. Es liegen höchstwahrscheinlich weitere Vorgeschichten vor! Denn der Schmerz würde dich ohne Verdrängen auffressen! Tipp: Psychologen aufsuchen und dich langsam an das verdrängte herantasten! Bevor es eine chronische Depression wird!
Mit ReueAls erstes solltest du deinem Ex oder deiner Ex genau schreiben was du bereust! Und auch warum! Du solltest sehr ehrlich sein! Diese Aktion ist einmalig! Danach solltest du dir jeden Tag deine Fehler in Gedanken verzeihen! Und Aktionen umsetzen, die in Taten zeigen, dass du aus diesen Fehlern gelernt hast! Jeden Tag eine Aktion! Das wird dir enorm weiterhelfen!
Euphorie - AktionsbereitschaftManchmal ist es ein Weckruf. Stürze dich in deine Arbeit und folge dieser neuen Energie! Wichtig: Male dir im Kopf immer wieder aus, wie dein Leben aussieht, wenn du deine durch Euphorie verursachten Ziele erreicht hast! Und warum die Trennung gut war!
SehnsuchtMach dir bewusst, dass diese Sehnsucht etwas gutes ist! Das du dieses „anders sein“ aber nicht bei ihm oder ihr in vollkommener Erfülltheit hättest ausleben können! Das es noch jemand besseren in deinem Leben geben wird, der diese Sehnsucht zu 100% abdecken kann!

Was, wenn ich mehrere dieser Emotionen habe, wenn ich Liebeskummr habe?

Wichtig: Oft sind wir 1-3 dieser Grundemotionen bei Liebeskummer ausgesetzt! Befolge dann einfach die einzelnen Schritte!

Wie oft sollte diese Übungen machen?

Viel hilft viel. Je öfter, desto intensiver. Und desto schneller kannst du verarbeiten! Es wird dir durch das gezielte handeln helfen, den Schmerz deutlich schneller zu verarbeiten!

Fazit:

Ja, man kann den Schmerz schneller verabrieten. Aber man muss gezielt und bewusst die richtigen Dinge tun. Und da jeder Mensch anders tickt, braucht man unterschiedliche Maßnahmen. Damit es auch wirklich funktioniert. Denn beim einen hilft der Sport und beim andere eher der kreative Ausdruck! Wenn du alles aus diesem Beitrag genau befolgst, sollte es dir bald wieder besser gehen!

 

Weitere Tipps

Eine Trennung ist niemals leicht zu verarbeiten. Schließlich gehen mit der Beziehung auch ganz bestimmte Ziele, Wünsche und Träume zu Ende, die untrennbar mit dem Ex Partner verbunden war. Dies aufgeben zu müssen, tut ebenfalls weh. Zumal ja von Deiner Seite aus noch immer Emotionen für den Anderen vorhanden sind…

Der erste Impuls ist natürlich, die Trennung rückgängig machen zu wollen. Der Drang, zum Telefonhörer zu greifen, um den Anderen zu sprechen, ihn sehen zu können, ist stark, sehr stark. Und man würde alles stehen und liegen lassen, wenn er oder sie an die Tür klopft.

Doch ist dies in der Regel nicht der Fall. Nun kommt Phase zwei beim Trennung verarbeiten: die Gefühle. Nun brechen Schmerz, Trauer, Wut und Verzweiflung über einen hinein, am liebsten würde man sich in seinem Zimmer verkriechen, könnte stundenlang nur weinen, sich dem Schmerz ergeben. Mitunter ist auch Hass mit dabei, Hass auf den Anderen, der einem solches Leid zugefügt hat.

 

Dies ist die Phase beim Trennung verarbeiten Prozess, der einem am meisten abverlangt. Der einen an die emotionalen Grenzen bringt. Doch braucht es diese Phase leider auch, um wirklich alles hinter sich lassen zu können! Denn unsere Gefühle können zwar kurzzeitig verdrängt, weggeschoben werden. Doch weg sind sie nicht. Im Gegenteil: Sie gehen in unser Unterbewusstsein, wo sie umso mächtiger und stärker werden können. Und so ihre Schatten noch lange Zeit werfen – auch auf zukünftige Beziehungen. Und das ist keine wirklich gute Alternative zum Gefühle ausleben, nicht wahr?

Wie Trennung besser verarbeiten?

Daher ist es deutlich besser, die Gefühle zuzulassen. Auch wenn dies mitunter sehr schwer fällt. Doch musst Du da keinesfalls alleine durch! Nein, wir raten Dir vielmehr, Dich jemandem anzuvertrauen, zum Beispiel jemand aus der Familie oder aus Deinem Freundeskreis. Darüber zu sprechen, das tut schon gut – auch, wenn es mitunter ein wenig Überwindung kostet.

Doch merkst Du, dass Du nicht alleine bist. Dass es genügend Personen um Dich herum gibt, die Dir gerade jetzt gerne helfen wollen. Auch dies ist ein Gedanke, der sehr viel Kraft gibt.

  • Wir raten Dir zudem dazu, den Kontakt zum Ex Partner auf Eis zu legen.
  • Denn bei jedem neuen Wiedersehen ist die Gefahr groß, dass die kaum verheilten Wunden wieder aufreißen.
  • Und Du erneut in dieses emotionale Chaos gerätst.

 

Doch wäre genau dies der falsche Weg, um das Verlassen werden zu verarbeiten! Denn das Wichtigste ist gerade jetzt, dass Du wieder auf die Beine kommst. Denn jetzt fühlst Du Dich noch mehr oder weniger wertlos, fast schon weggeworfen, ungeliebt. Doch dies stimmt alles nicht! Behandle Dich daher bewusst gut, tue Dinge, die Dir Energie und Kraft geben.

 

Denn Du bist einzigartig und sehr wertvoll, das darfst Du niemals vergessen! Versuche daher, Dir Dinge zu gönnen, wie etwa einen Besuch im Kino, ein heißes Bad – kurzum, alles, wobei Du Dich wohlfühlst. Denn dies ist gerade jetzt das Allerwichtigste!

Sind die Phasen der Trennung bei Männern unterschiedlich?

Es scheint, als ob Männer die Trennung anders verarbeiten als Frauen. Nicht so sehr in sich gehen, sich nicht in dem Maße mit ihren Gefühlen auseinandersetzen, wie Frauen dies tun. Doch stimmt das wirklich?

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass dies tatsächlich häufig der Fall ist. Meist geschieht dies aus einer unbewussten Angst vor den Gefühlen heraus. Und dem Wunsch, sich gegenüber der Umgebung auch weiterhin als stark und „männlich“ zu zeigen – und ein Kerl mit Liebeskummer passt da häufig nicht so gut ins Bild.

Zumal es viele nicht oder kaum gelernt haben, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Der erste Impuls ist daher für viele, sich schon kurz nach der Trennung wieder in neue Liebesabenteuer zu stürzen – um es der Ex zu zeigen, um ihr keine Macht mehr über sich zu geben. Aber auch, um das eigene angeknackste Selbstbewusstsein zu stärken, um sich zu beweisen, dass man eben doch was wert ist, dass man(n) liebenswürdig ist – trotz allem.

Doch ist die Ex damit meist nicht aus dem Sinn – im Gegenteil, so manche Dame wirft noch lange ihren Schatten über die kommenden Beziehungen. Die Trennung wurde also nicht wirklich verarbeitet – auch, wenn man(n) sich dies nicht eingestehen will.

Dabei wäre eine wirkliche Auseinandersetzung mitunter sehr hilfreich. Zum Glück tritt auch in diesem Bereich seit einiger Zeit eine gewisse Änderung ein – es ist gesellschaftlich akzeptierter, dass auch ein Kerl Gefühle hat – und diese auch durchaus zeigen kann.

Jeder von uns fühlt irgendwann einmal den Schmerz des Verlassen werdens. Vielleicht ist es dieser heftige Schmerz, wenn man von einem Elternteil verlassen wird. Oder die Variante, dass eine emotional intensive Beziehung plötzlich endet – jeder fühlt den Stachel des Verlassens irgendwann einmal im Laufe seines Lebens.

Also, was ist die Aufgabe?

Verlassenheit ist das Gefühl, die Liebe oder die Verbindung mit jemandem zu verlieren, der einem am Herzen liegt.

Verlassenheit ist eine tiefe emotionale Wunde, die alle Verluste umfasst, die Du erlebt hast, die bis in Deine Kindheit zurückreichen. (und bei einer solchen Erfahrung wird man automatisch wieder zu diesem verlassenen Kind)

Für manche Menschen, die besonders schwere Erfahrungen in dieser Hinsicht hatten, ist die Angst vor dem Verlust etwas, das sie fast täglich begleitet und beeinflusst. Sie führen daher „sichere“, distanzierte Beziehungen, in denen sie sich nicht wirklich öffnen müssen. Sie können sogar so weit gehen, Menschen zu vermeiden, die ein intuitives Gespür für sie haben, die gewissermaßen in sie hinein sehen können. Weil sie nicht wollen, dass ihre „Verkleidung“ als emotional stabiler Erwachsener entlarvt wird.

Um den Punkt deutlicher zu machen, werde ich an dieser Stelle eine persönliche Geschichte mit Dir teilen.

Vor sechs Jahren begann ich eine Beziehung mit jemandem, von dem ich damals dachte, er sei mein Seelenverwandter.

Ich wollte alles für ihn tun. Ich sagte regelmäßig Pläne in letzter Minute mit engen Freunden ab, um Zeit mit ihm zu verbringen. Ich verhielt mich gegen meine persönliche Einstellungen, um ihn zu beschwichtigen. Ich konnte nicht nein zu ihm sagen, selbst wenn ich wollte, ich missachtete meine persönlichen Grenzen.

Ich setzte ihn an erster Stelle – doch war ich für ihn längst nicht so wichtig. Ich nahm mich selbst nicht mehr wichtig.

Als der unvermeidliche Tag kam, dass er Schluss machte, war ich völlig verzweifelt. Es schockierte mich, weil ich bestimmte Dinge nicht sehen wollte. Weil ich nicht erkennen wollte, wie ungesund die Beziehung geworden war – besonders für mich. Ich hatte so viel von mir und meiner Identität in diese Beziehung investiert, dass es mir vorkam, als hätte jemand mein Herz herausgerissen.

An diesem Tag gab ich mir ein Versprechen: Ich würde niemals mehr jemanden die Kontrolle über mich geben. Ich trat in eine Schockphase ein, die ich kurz ansprechen möchte.
Was passiert dir emotional, wenn du dich verlassen hast?

Wenn man verlassen wird (von wem und unter welchen Umständen auch immer), ziehen sich die verlassenen Personen in sich selbst zurück. Genau wie eine Schildkröte, die sich in ihren Panzer verkriecht, muss sich die verlassene Person vor dem, was sich wie ein körperlicher Angriff auf ihr Wohlbefinden anfühlt, schützen.

Die Stufen des Verlustes der Verlassenheit sind Schock, Leugnen, Wut, Verhandeln, Depression, Prüfung und Akzeptanz. Diese Stufen treten nicht notwendigerweise linear oder progressiv auf. Es kann passieren, dass Du einige dieser Stufen sehr heftig und andere überhaupt nicht erlebst. Es ist eine sehr persönliche Erfahrung und kein Weg gleicht dem anderen. Denn unsere Emotionen sind einfach das, was sie sind.

Schock: Nicht in der Lage zu begreifen, dass die Beziehung beendet wurde.

Verleugnung: Nicht akzeptieren, dass die Beziehung beendet wurde.

Wut: Versuchen, die Beziehung zu retten, indem man denjenigen, der die Trennung ausgelöst hat, für alle Ungerechtigkeiten verantwortlich macht.

Verhandeln: Versprechen, Änderungen vorzunehmen, um die Trennung noch irgendwie zu verhindern.

Depression: Rückzug in sich selbst und weg von der Welt, während man sich dabei die Schuld für das Ende der Beziehung gibt.

Testen: Neugierig werden auf proaktive Lösungen, um sich wieder liebenden Beziehungen zu öffnen und den Schmerz des beschädigten Selbstwertgefühls aufzulösen.

Akzeptanz: Ein erneutes Gefühl der Hoffnungzu erleben, zu erkennen, dass man die Wahl hat, sich (nicht) zu öffnen, erneut zu lieben.

Es ist möglich (ohne äußere Hilfe) in einer dieser Etappen zu stecken. Zu diesem Zeitpunkt sind Strategien wie Lesen, Reden, eine Therapie, etc. oftmals sehr hilfreich, da es zu Klarheit führt und einem dabei hilft, Perspektiven zu entwickeln.