Das Verlassen werden verarbeiten – wie genau?

Du willst die Trennung endlich hinter Dir lassen? Und das verlassen werden verarbeiten – wie genau gelingt dies aber? Und was gehört alles mit dazu? In unserem Beitrag verraten wir es Dir!

 


Wie Trennung verarbeiten?

Eine Trennung ist niemals leicht zu verarbeiten. Schließlich gehen mit der Beziehung auch ganz bestimmte Ziele, Wünsche und Träume zu Ende, die untrennbar mit dem Ex Partner verbunden war. Dies aufgeben zu müssen, tut ebenfalls weh. Zumal ja von Deiner Seite aus noch immer Gefühle für den Anderen vorhanden sind…

Der erste Impuls ist natürlich, die Trennung rückgängig machen zu wollen. Der Drang, zum Telefonhörer zu greifen, um den Anderen zu sprechen, ihn sehen zu können, ist stark, sehr stark. Und man würde alles stehen und liegen lassen, wenn er oder sie an die Tür klopft.

Doch ist dies in der Regel nicht der Fall. Nun kommt Phase zwei beim Trennung verarbeiten: die Gefühle. Nun brechen Schmerz, Trauer, Wut und Verzweiflung über einen hinein, am liebsten würde man sich in seinem Zimmer verkriechen, könnte stundenlang nur weinen, sich dem Schmerz ergeben. Mitunter ist auch Hass mit dabei, Hass auf den Anderen, der einem solches Leid zugefügt hat.

 

Dies ist die Phase beim Trennung verarbeiten Prozess, der einem am meisten abverlangt. Der einen an die emotionalen Grenzen bringt. Doch braucht es diese Phase leider auch, um wirklich alles hinter sich lassen zu können! Denn unsere Gefühle können zwar kurzzeitig verdrängt, weggeschoben werden. Doch weg sind sie nicht. Im Gegenteil: Sie gehen in unser Unterbewusstsein, wo sie umso mächtiger und stärker werden können. Und so ihre Schatten noch lange Zeit werfen  – auch auf zukünftige Beziehungen. Und das ist keine wirklich gute Alternative zum Gefühle ausleben, nicht wahr?

Wie Trennung besser verarbeiten?

Daher ist es deutlich besser, die Gefühle zuzulassen. Auch wenn dies mitunter sehr schwer fällt. Doch musst Du da keinesfalls alleine durch! Nein, wir raten Dir vielmehr, Dich jemandem anzuvertrauen, zum Beispiel jemand aus der Familie oder aus Deinem Freundeskreis. Darüber zu sprechen, das tut schon gut – auch, wenn es mitunter ein wenig Überwindung kostet.

Doch merkst Du, dass Du nicht alleine bist. Dass es genügend Personen um Dich herum gibt, die Dir gerade jetzt gerne helfen wollen. Auch dies ist ein Gedanke, der sehr viel Kraft gibt.

  • Wir raten Dir zudem dazu, den Kontakt zum Ex Partner auf Eis zu legen.
  • Denn bei jedem neuen Wiedersehen ist die Gefahr groß, dass die kaum verheilten Wunden wieder aufreißen.
  • Und Du erneut in dieses emotionale Chaos gerätst.

 

Doch wäre genau dies der falsche Weg, um das Verlassen werden zu verarbeiten! Denn das Wichtigste ist gerade jetzt, dass Du wieder auf die Beine kommst. Denn jetzt fühlst Du Dich noch mehr oder weniger wertlos, fast schon weggeworfen, ungeliebt. Doch dies stimmt alles nicht! Behandle Dich daher bewusst gut, tue Dinge, die Dir Energie und Kraft geben.

 

Denn Du bist einzigartig und sehr wertvoll, das darfst Du niemals vergessen! Versuche daher, Dir Dinge zu gönnen, wie etwa einen Besuch im Kino, ein heißes Bad – kurzum, alles, wobei Du Dich wohlfühlst. Denn dies ist gerade jetzt das Allerwichtigste!

Sind die Phasen der Trennung bei Männern unterschiedlich?

Es scheint, als ob Männer die Trennung anders verarbeiten als Frauen. Nicht so sehr in sich gehen, sich nicht in dem Maße mit ihren Gefühlen auseinandersetzen, wie Frauen dies tun. Doch stimmt das wirklich?

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass dies tatsächlich häufig der Fall ist. Meist geschieht dies aus einer unbewussten Angst vor den Gefühlen heraus. Und dem Wunsch, sich gegenüber der Umgebung auch weiterhin als stark und „männlich“ zu zeigen – und ein Kerl mit Liebeskummer passt da häufig nicht so gut ins Bild.

Zumal es viele nicht oder kaum gelernt haben, ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Der erste Impuls ist daher für viele, sich schon kurz nach der Trennung wieder in neue Liebesabenteuer zu stürzen – um es der Ex zu zeigen, um ihr keine Macht mehr über sich zu geben. Aber auch, um das eigene angeknackste Selbstbewusstsein zu stärken, um sich zu beweisen, dass man eben doch was wert ist, dass man(n) liebenswürdig ist – trotz allem.

Doch ist die Ex damit meist nicht aus dem Sinn – im Gegenteil, so manche Dame wirft noch lange ihren Schatten über die kommenden Beziehungen. Die Trennung wurde also nicht wirklich verarbeitet – auch, wenn man(n) sich dies nicht eingestehen will.

Dabei wäre eine wirkliche Auseinandersetzung mitunter sehr hilfreich. Zum Glück tritt auch in diesem Bereich seit einiger Zeit eine gewisse Änderung ein – es ist gesellschaftlich akzeptierter, dass auch ein Kerl Gefühle hat – und diese auch durchaus zeigen kann.

Jeder von uns fühlt irgendwann einmal den Schmerz des Verlassen werdens. Vielleicht ist es dieser heftige Schmerz, wenn man von einem Elternteil verlassen wird. Oder die Variante, dass eine emotional intensive Beziehung plötzlich endet – jeder fühlt den Stachel des Verlassens irgendwann einmal im Laufe seines Lebens.

Also, was ist die Aufgabe?

Verlassenheit ist das Gefühl, die Liebe oder die Verbindung mit jemandem zu verlieren, der einem am Herzen liegt.

Verlassenheit ist eine tiefe emotionale Wunde, die alle Verluste umfasst, die Du erlebt hast, die bis in Deine Kindheit zurückreichen. (und bei einer solchen Erfahrung wird man automatisch wieder zu diesem verlassenen Kind)

Für manche Menschen, die besonders schwere Erfahrungen in dieser Hinsicht hatten, ist die Angst vor dem Verlust etwas, das sie fast täglich begleitet und beeinflusst. Sie führen daher „sichere“, distanzierte Beziehungen, in denen sie sich nicht wirklich öffnen müssen. Sie können sogar so weit gehen, Menschen zu vermeiden, die ein intuitives Gespür für sie haben, die gewissermaßen in sie hinein sehen können. Weil sie nicht wollen, dass ihre „Verkleidung“ als emotional stabiler Erwachsener entlarvt wird.

Um den Punkt deutlicher zu machen, werde ich an dieser Stelle eine persönliche Geschichte mit Dir teilen.

Vor sechs Jahren begann ich eine Beziehung mit jemandem, von dem ich damals dachte, er sei mein Seelenverwandter.

Ich wollte alles für ihn tun. Ich sagte regelmäßig Pläne in letzter Minute mit engen Freunden ab, um Zeit mit ihm zu verbringen. Ich verhielt mich gegen meine persönliche Einstellungen, um ihn zu beschwichtigen. Ich konnte nicht nein zu ihm sagen, selbst wenn ich wollte, ich missachtete meine persönlichen Grenzen.

Ich setzte ihn an erster Stelle – doch war ich für ihn längst nicht so wichtig. Ich nahm mich selbst nicht mehr wichtig.

Als der unvermeidliche Tag kam, dass er Schluss machte, war ich völlig verzweifelt. Es schockierte mich, weil ich bestimmte Dinge nicht sehen wollte. Weil ich nicht erkennen wollte, wie ungesund die Beziehung geworden war – besonders für mich. Ich hatte so viel von mir und meiner Identität in diese Beziehung investiert, dass es mir vorkam, als hätte jemand mein Herz herausgerissen.

An diesem Tag gab ich mir ein Versprechen: Ich würde niemals mehr jemanden die Kontrolle über mich geben. Ich trat in eine Schockphase ein, die ich kurz ansprechen möchte.
Was passiert dir emotional, wenn du dich verlassen hast?

Wenn man verlassen wird (von wem und unter welchen Umständen auch immer), ziehen sich die verlassenen Personen in sich selbst zurück. Genau wie eine Schildkröte, die sich in ihren Panzer verkriecht, muss sich die verlassene Person vor dem, was sich wie ein körperlicher Angriff auf ihr Wohlbefinden anfühlt, schützen.

Die Stufen des Verlustes der Verlassenheit sind Schock, Leugnen, Wut, Verhandeln, Depression, Prüfung und Akzeptanz. Diese Stufen treten nicht notwendigerweise linear oder progressiv auf. Es kann passieren, dass Du einige dieser Stufen sehr heftig und andere überhaupt nicht erlebst. Es ist eine sehr persönliche Erfahrung und kein Weg gleicht dem anderen. Denn unsere Emotionen sind einfach das, was sie sind.

Schock: Nicht in der Lage zu begreifen, dass die Beziehung beendet wurde.

Verleugnung: Nicht akzeptieren, dass die Beziehung beendet wurde.

Wut: Versuchen, die Beziehung zu retten, indem man denjenigen, der verlassen hat, für alle Ungerechtigkeiten verantwortlich macht.

Verhandeln: Versprechen, Änderungen vorzunehmen, um die Trennung noch irgendwie zu verhindern.

Depression: Rückzug in sich selbst und weg von der Welt, während man sich dabei die Schuld für das Ende der Beziehung gibt.

Testen: Neugierig werden auf proaktive Lösungen, um sich wieder liebenden Beziehungen zu öffnen und den Schmerz des beschädigten Selbstwertgefühls aufzulösen.

Akzeptanz: Ein erneutes Gefühl der Hoffnungzu erleben, zu erkennen, dass man die Wahl hat, sich (nicht) zu öffnen, erneut zu lieben.

Es ist möglich (ohne äußere Hilfe) in einer dieser Etappen zu stecken. Zu diesem Zeitpunkt sind Strategien wie Lesen, Reden, eine Therapie, etc. oftmals sehr hilfreich, da es zu Klarheit führt und einem dabei hilft, Perspektiven zu entwickeln.

Erlebe mit unserem Ex zurück Test ein auf dich angepasstes Einzelcoaching, dass genau auf die Punkte eingeht, die für deinen Erfolg in deiner Situation wirklich wichtig sind

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